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Die Saison ist schon rum - Verständnis für Abbruch der Spielzeit

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Ab sofort ruht der Tischtennisball: Ab Hessenliga geht laut einem Beschluss des HTTV-Präsidiums nichts mehr.
Ab sofort ruht der Tischtennisball: Ab Hessenliga geht laut einem Beschluss des HTTV-Präsidiums nichts mehr. © Richard Kasiewic

Der Beschluss des Hessischen Tischtennisverbandes (HTTV), den Spielbetrieb in allen Spiel- und Altersklassen auf Hessen-, Bezirks- und Kreisebene abzubrechen, trifft im Schwalm-Eder-Kreis vorwiegend auf Zustimmung. Ebenso, dass nur die abgeschlossene Vorrunde gewertet und deren Abschlusstabelle für die Entscheidung über Aufsteiger und Absteiger herangezogen wird.

Schwalm-Eder - „Das ist die einzig richtige Entscheidung, die der Verband treffen konnte“, sagt der Felsberger Hessenliga-Mannschaftskapitän Dirk Heimel. Und: ,,Wir haben eine Halbrunde absolviert und es war vorher klar, dass dieser Tabellenstand möglicherweise auch gewertet werden kann. Wenn die Basis für das Weiterspielen gewesen wäre, dann hätten die Mannschaften ja die eingeräumten Möglichkeit nutzen können.“ Stattdessen fanden in Hessen nur wenige Spiele in der Rückrunde statt. Für den Edertaler ein klares Indiz, „dass die Vereine nicht spielen wollten.“

Die am Saisonende obligatorischen Relegationsspiele werden in allen HTTV-Spielklassen gestrichen. Mannschaften, die sich für Relegationspiele qualifiziert haben, erhalten automatisch das Startrecht in der höheren Spielklasse. Teams, die auf einem Abstiegs-Relegationsplatz stehen, halten die Klasse. Hans Joachim Voigt, Kreiswart Schwalm-Eder, unterstützt das: ,,So können wir auch in unserem Kreis die neue Serie frühzeitig planen.“

Das HTTV-Präsidium hatte bei dieser „schweren Entscheidung“ durchaus den drohenden Mitgliederverlust im Blick. Doch nach sorgfältigem Abwägen aller Argumente wurde „im Sinne der Gesundheit und Fairness“ entschieden. Negative Auswirkungen auf den Nachwuchsspielbetrieb sieht Kreisjugendlehrwart Ola Einarsson. ,,Ich befürchte, dass der Tischtennissport noch viel mehr Mädchen und Jungen verlieren wird, wenn bis zum nächsten Serienbeginn im September nicht gespielt wird. Gerade für unsere Nachwuchstalente und deren Motivation für das Training wäre es wichtig, sich auch in Wettkämpfen messen zu können. Da müssen wir uns was einfallen lassen“, sagt der Traner des Kreisleistungszentrums.

Allerdings: Für den HTTV überwiegen die Risiken einer Fortsetzung des Spielbetriebes wie der Ansteckungsgefahr, Termindruck und Wettbewerbsverzerrung. ,,Schon traurig, da fehlt was am Wochenende“, gesteht Annabelle Bey, die Top-Akteurin der TTG Morschen-Heina. Hat aber auch Verstädnnis für die Entscheidung: „Angesichts der dramatisch hohen Corona-Zahlen haben wir schon länger damit gerechnet. Aber unser eingeschworenes Hessenliga-Team wird auch die lange Zeit, bis er wieder losgeht, gut überbrücken.“

Sorgen um Nachwuchs

Aufgabe des Verbandes ist es, eine sportlich einwandfreie und keinen Verein benachteiligende Organisation des Spielbetriebs zu gewährleisten. Was derzeit nicht möglich sei, wegen der hohen Infektionszahlen und daraus entstehenden Quarantäne-Maßnahmen. Beides würde dazu führen, dass Mannschaften wegen der geringen Kader-Größen im Tischtennis oft nicht vollständig antreten könnten. Auch sei laut HTTV zu berücksichtigen, dass einige Spiellokale noch nicht geöffnet sind oder während der Osterferien geschlossen werden. Somit wäre es nicht möglich bis Ende Mai die komplette Rückrunde durchzuführen.

Hoffnung besteht noch, dass die derzeit unterbrochene Pokalrunde fortgesetzt werden kann, falls sich die Pandemiesituation verbessert. Auch offene Turniere und solche im Rahmen des Volksbanken Raiffeisenbanken-Cups dürfen, soweit behördlich und gesetzlich erlaubt, durchgeführt werden. Abgesagt wurden hingegen die Hessischen Mannschaftsmeisterschaften der Senioren sowie die Hessischen Einzelmeisterschaften der Senioren. (von Reinhold Döring)

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