Kreisliga A 1: FSG hat alle Spiele der Hinrunde gewonnen – Abwehr als Erfolgsgarant

Eder/Ems ist unfassbar gut

Da kann wohl nicht nur im Schwalm-Eder-Kreis niemand mithalten: Torwart Christoph Blum von der FSG Eder/Ems hat erst vier Gegentore in 14 Partien kassiert und blieb gleich zehnmal in der Kreisliga A 1 unbezwungen. Foto: Kasiewicz

Obermöllrich. Sie wandeln auf den Spuren von Jörg Müller, Michael Gibhardt oder Thomas Freudenstein. Jenen Akteuren, die in der Saison 1998/99 mit 27 Siegen und 148:14-Toren ungeschlagen Meister mit dem KSV Hessen Kassel nach dem Neustart in der Kreisliga A wurden. Mit dem feinen Unterschied, dass die Wahnsinns-Bilanz der FSG Eder/Ems in der heimischen A 1 selbst kühnste Träume im eigenen Umfeld weit übertroffen hat.

„Wir genießen die Situation einfach. Denn von Woche zu Woche machen es uns die Gegner schwerer“, sagt der 1. Vorsitzende Michael Riemann. Doch die FSG ist nicht zu schlagen: 14 Spiele, 14 Siege, 46:4-Tore. Da kann auf diesem Niveau bundesweit kaum jemand mithalten. Gespannt sind die Kicker deswegen auf die Aktualisierung des Portals www.bundeskreisliga.de, wo alle Werte deutscher A-Ligisten gesammelt werden.

Doch was macht die FSG, die 2007 aus den Stammvereinen TSV Jahn Obermöllrich/Cappel, TSV Emstal Werkel und Schwarz-Weiß Zennern in der B-Klasse begann, so stark? Ein eingespieltes Team, das in den vergangenen Jahren immer zwischen dem dritten und sechsten Rang gelandet war. Geld bekommt niemand. „Nicht mal Spritgeld, selbst Schuhe müssen die Jungs selbst kaufen“, betont der neue Trainer Björn Kördel.

Nur drei Wechsel wurden im Sommer vorgenommen. Guiseppe Celotto schloss sich Nachbar TuS Fritzlar an, dafür kam Antreiber Sven Eubel von Gruppenligist SG Kirchberg/Lohne. Und natürlich Björn Kördel, der auf Empfehlung seines Vorgängers Matthias Kepper (jetzt Edermünde II) vom SV Riede (Hofgeismar/Wolfhagen) verpflichtet wurde. „Wir wollten oben mitspielen. Solch’ eine Serie habe ich noch nicht erlebt und mir ist klar, dass das nicht ewig so weitergeht“, erklärt der 36-Jährige. Bei seiner vorigen Trainerstation in Riede war er ebenfalls erfolgreich, hatte zuvor als Spieler tolle Jahre bei seinem Heimatverein FSG Gudensberg, wo er unter Coach Mario Deppe (heute Vellmar) und an der Seite von Peter Wefringhaus (jetzt SSV Sand) oder Frank Höhle (früher Hessen Kassel) bis zur Bezirksoberliga reifte, ehe er 2004 nach einer schweren Verletzung seine Laufbahn beenden musste.

Aus seiner Gudensberger Zeit hat er nun einen wichtigen Mann als Kapitän bei Eder/Ems: Björn Sonnenschein. Der 35-Jährige bildet zusammen mit Marcel Kentel ein Bollwerk vor dem immer souveräner auftretendenSchlussmann Christoph Blum. Und als Kentel zuletzt erkrankt passen musste, sprang mit Pascal Bringmann einer der U 21-Akteure ein, der ebenso wie Julian Bachmann, Maximilian Linzert, Yannik Kramer und Christian Bruchhäuser für eine tolle Perspektive des Vereins steht.

Ein weiteres Pfund, mit dem die FSG in dieser Saison wuchern kann, ist die Heimspielstätte in Obermöllrich. „Wie im Wohnzimmer“ fühlt sich Trainer Kördel, weil’s im Vereinsheim einen Kamin gibt. Und im Sommer ließ man einen Pool für die Kinder aufbauen. Das wird honoriert, denn die Zuschauerzahlen sind stets dreistellig. Auch zum Hit in Hebel, den Eder/Ems bei Rivale FSG Efze glücklich mit 1:0 gewann, reisten 150 Fans mit.

Dieser Erfolg war ähnlich wichtig wie die Siege zum Anfang gegen Absteiger Gudensberg (2:1), Angstgegner Haddamar (2:0) und Rivale Fritzlar (5:1). „Da ging ein Ruck durchs Team, der uns seitdem auf einer Erfolgswelle trägt“, weiß Björn Kördel. Foto: Kasiewicz

Von Sebastian Schmidt

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