Hessenliga: 

Ein 1:3 gegen Offenbach als Mutmacher für den TuS Viktoria Großenenglis

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Gute Vorstellung: Sarah Landinghoff-Schmidt (am Ball gegen Jill Fournier) überzeugte im Trikot der Viktoria beim 1:3 gegen Kickers Offenbach. 

Nach 73 Minuten war es soweit: Alessandro Wiegand durfte den ersten Treffer in der Frauenfußball-Hessenliga in seiner Amtszeit als Trainer beim TuS Viktoria Großenenglis bejubeln.

Johanna Pospich schaltete am schnellsten, als Anna-Lena Wagner mit ihrem Abschluss an Torfrau Lisa Reiß scheiterte – und staubte zum 1:2 ab. Damit läutete die Erfahrenste im Team eine hektische Schlussphase ein, die jedoch unbelohnt blieb. Denn Spielmacherin Natasa Petrov schloss einen Konter in der Nachspielzeit zum 3:1 (2:0) für Kickers Offenbach ab.

Trotz der Niederlage war der Viktoria-Trainer voll des Lobes und attestierte seiner Mannschaft eine überragende Leistung: „Bei einer optimalen Chancenverwertung wäre sogar ein Punkt drin gewesen.“ Ein Hinweis an Sarah Landinghoff-Schmidt, die bei ihrem Startelf-Debüt gemeinsam mit Rojin Balica im Mittelfeldzentrum überzeugte. Aber auch die einzigen Torgelegenheiten vor der Pause für die Borkenerinnen per Kopf (3.) und direktem Freistoß (40.) vergab.

Die Gäste waren effektiver: Nach schwacher Anfangsphase nutzte Jill Fournier gleich die erste Möglichkeit zur Führung, als sie den Ball aus 25 Metern über die aus dem Tor geeilte Celine Ziegler ins Netz schlenzte (32.). Der Startschuss für die beste Phase des Spitzenreiters. Fournier verpasste zunächst zweimal den möglichen Doppelschlag (33., 34.). Ehe Melina Raiss nach einer Ecke aus kurzer Distanz das 2:0 nachlegte (35.).

Viktoria ließ sich nicht hängen

Anders als oft in der Hinrunde ließ sich die Viktoria aber nicht hängen und zeigte in der zweiten Halbzeit eine starke Reaktion. Besonders auffällig dabei die offensive Flügelspielerin Wagner, die erst frei vor Reiß daneben schoss (55.), dann die Vorarbeit zum Anschluss leistete (73.) und wenig später sogar fast Pospichs zweiten Treffer vorgelegt hätte. Die 30-Jährige verpasste Wagners Flanke nur um wenige Zentimeter (75.).

Da musste auch OFC-Trainer Nicolai König tief durchatmen: „Es war heute schwieriger als erwartet. Die Viktoria hat uns alles abverlangt.“ Letztlich reichte die Leistung nicht zum Punktgewinn, dient aber als Mutmacher für die kommenden Aufgaben im Abstiegskampf.

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