Fußball

HFV-Verbandstag schließt am Samstag mit abgebrochener Saison ab

Fußbälle liegen aufgereiht im Gras.
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Ruhende Bälle: Seit März ist der Spielbetrieb im heimischen Fußball unterbrochen, nun soll die Saison in Hessen endgültig beendet und gewertet werden.

Am Samstag, d. h. nach dem außerordentlichen Verbandstag des Hessischen Fußballverbandes, dem höchsten Gremium des HFV, ist die Kuh definitiv vom Eis.

Wissen die Vereine, in welcher Spielklasse und gegen wen sie in der nächsten Spielzeit nach dem Abbruch der letzten antreten werden. Haben sie die ersehnte Planungssicherheit. Einige haben sie seit der letzten Sitzung des Verbandsvorstandes schon, als der sich einstimmig dafür aussprach, die abgebrochene Serie nach der Quotientenregel zu werten: mit Direktaufsteigern (jeweils der Tabellenerste), aber ohne Absteiger. Offen blieb der Umgang mit der Relegation, was sich insbesondere eine Interessensgemeinschaft der Tabellenzweiten, zu der 44 Vereine aus ganz Hessen gehören (aber keiner aus dem Schwalm-Eder-Kreis), nicht bieten ließ.

Also legte der HFV nach: Der (nach der Quotientenregel) beste Relegationsteilnehmer sollte ebenfalls nach oben dürfen. „Es wäre ungerecht, wenn der häufig abgeschlagene Tabellenletzte drin bleiben würde und der Tabellenzweite eine Klasse tiefer keine Aufstiegschance hätte“, begründet der heimische Kreisfußballwart Erwin Naumann diese Empfehlung. Außerdem: Was für den KSV Hessen Kassel als Zweiten der Hessenliga galt, für den sich der HFV (erfolgreich) starkgemacht hatte, sollte auch für unterklassige Teams gelten.

Drei Optionen

Sieht also nach einer klaren Sache aus, klingt aber zumindest auf der den 347 Delegierten zugesandten Tagesordnung erst mal nicht so: Unter Top 6 geht es um die „Auswirkungen der Covid 19-Pandemie im Bereich des Hessischen Fußballverbandes“, unter Top 6 a um die „Beratung und Beschlussfassung über die Fortführung oder die Beendigung der Saison“.

Bei der vom HFV empfohlenen und (laut Umfragen) von der Mehrheit der Vereine gewollten Beendigung der Saison steht unter Top 6 b die Aufstiegs- und Abstiegsregelung für alle Klassen (Männer, Frauen, Jugend) zur Diskussion. Mit drei Beschlussvarianten, die jeweils die Abschlusstabelle nach Quotientenregel enthalten, ansonsten aber unterschiedlich sind: Bei Variante A gibt es direkte Auf- und Absteiger sowie keine Auf- und Absteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen, bei Variante B fallen die Absteiger weg genauso wie bei Variante C, die aber darüber hinaus noch Aufsteiger aus Relegations- und Aufstiegsspielen nach der Quotientenregel berücksichtigt und mit der der HFV nun den Schlusspunkt über seine Entscheidungsbildung setzen will.

„Damit können die meisten leben“, bestätigt Horst Riemenschneider, Regionalbeauftragter für Nordhessen beim HFV. Gemeint sind die hessischen Fußballvereine, aber auch der Verbandsvorstand, der sich rechtlich im Vorfeld des Verbandstages abgesichert hat.

Dessen ungeachtet wird‘s Verlierer geben. Etwa den 1. FC Schwalmstadt, Zweiter der Gruppenliga Kassel, Gruppe 1. Der würde nach der Quotientenregel in einer möglichen Relegation zur Verbandsliga gegenüber dem FSV Dörnberg, Zweiter der Gruppenliga Kassel, Gruppe 2, den Kürzeren ziehen.

Trotzdem bleibt ein Rest an Spannung. Von den 347 Delegierten kommen 277 aus den 32 Fußballkreisen. Und die sind an kein imperatives Mandat gebunden, also völlig frei in ihrer Entscheidung. Für den Schwalm-Eder-Kreis sind das neben dem Kreisfußballwart Naumann Günter Brandt, Gerhard Kubitschko, Dirk Spengler und Birgit Griesbach (Mitglieder des Kreisfußball-Ausschusses) sowie Werner Clobes, Stefan Kehr, Hans Amrhein, Christian Marx, Manfred Ries, Dieter Matheiowetz und Gerhard Lange (gewählte Delegierte).

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