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Eine Frage der Ehre: TSV Wabern will und muss im Derby in Sand liefern

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Von: Sebastian Schmidt

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Vorbildlich: Florian Amert (l., hier gegen Baunatals Maxi Norwig) trifft auf seinen Ex-Klub Sand.
Vorbildlich: Florian Amert (l., hier gegen Baunatals Maximilian Norwig) trifft auf seinen Ex-Klub Sand. © Dieter Schachtschneider

Die Krisensitzung beim TSV Wabern ist ohne personelle Folgen geblieben. „Ohne negative Konsequenzen“, wie Trainer Mario Völker betont. Merklich erleichtert, „dass keiner die Schuld bei den anderen gesucht hat.“ Drum haben sich die Reiherwalder an der Ehre gepackt.

Wabern – Und wollen nach sieben klaren Niederlagen in Serie am Samstag (15.30 Uhr) im Derby und Kellerduell der Fußball-Verbandsliga beim SSV Sand liefern. „Wir wollen diese komplette Geilheit auf Siege auf den Platz transportieren und eine neue Euphorie entfachen“, macht der Trainer deutlich und hat für die Partie in dem 20 Kilometer entfernten Kurort der Gemeinde Bad Emstal personell wieder mehr Möglichkeiten. Innenverteidiger Florian Amert ist gegen seinen Ex-Verein ebenso wieder eine Option für die Startelf wie Lennart Klinge und Adrian Herdt. Kapitän Andreas Schluckebier steht zumindest im Kader.

Somit kann Spielertrainer Patrick Herpe wieder von der Sechs, die er aufgrund seiner Spielintelligenz und Zweikampfhärte allerdings gut ausfüllte, ins Sturmzentrum gehen. Auch das System wird weg von der Fünferkette wie beim enttäuschenden Auftritt beim 0:3 gegen CSC 03 zurück ins bewährte 4:1:4:1 geändert. Im Tor bleibt Kim Sippel. Der hatte zuletzt den Vorzug vor der Nummer eins, Islam Elgaz, erhalten, weil dieser aus beruflichen Gründen nicht trainieren konnte.

Oliev ist guter Dinge

Nicht minder richtungsweisend ist das Nachbarschaftsduell für den SSV. Trainer Tobias Oliev, der Mario Deppe im Sommer abgelöst hat, spricht von den viel zitierten Wochen der Wahrheit. Klares Ziel: Mindestens 20 Punkte bis zur Winterpause. Bislang sind es acht Zähler aus neun Partien.

Oliev ist dennoch guter Dinge, dass der Oktober ein Goldener werden kann. Seine Spieler hätten körperliche Defizite abgearbeitet und die Neuzugänge aus unteren Ligen wie Ben Zornhagen (kam aus Jesberg) sich an das höhere Tempo gewöhnt. Konsequenz für den 37-Jährigen: „Wir wollen agieren, nicht reagieren, und können nun vermehrt ins Angriffspressing gehen.“ Heißt auch, 3:4:3 oder 3:5:2 statt Fünferkette. Ganz zur Freude des früheren Hessenliga-Stürmers des 1. FC Schwalmstadt.

Wiedersehen mit Ex-Wabernern

Oliev lobt explizit Neuzugang Sefa Cetinkaya als Glücksgriff. Der ist nach einer heftigen Erkältung allerdings ebenso fraglich wie Nico Döring. Die Neuerwerbung aus Gudensberg hat schon drei Tore erzielt, plagt sich aber mit den Folgen einer Gehirnerschütterung herum. Offen daher, ob er gegen seinen Ex-Verein, der ihn ebenso gern verpflichtet hätte, auflaufen kann. Sicher stürmen wird mit Routinier Daniel Wagner ein weiterer ehemaliger Waberner.

Doch damit nicht genug: Auch SSV-Torwart Rick Christof hat eine Vergangenheit am Reiherwald. Reifte bis zur A-Jugend Seite an Seite von TSV-Rechtsaußen Martin Mühlberger unter einem Trainerteam, zu dem auch Verteidiger Christoph Bergmann zählte. Zwei von denen, die im Derby liefern wollen. Damit das Thema Krise beim Aufsteiger ad acta gelegt werden kann. (Sebastian Schmidt)

Bis zur A-Jugend ein Waberner: Sands Torwart Rick Christof will seinen Heimatverein ärgern.
Bis zur A-Jugend ein Waberner: Sands Torwart Rick Christof will seinen Heimatverein ärgern. © Joachim Hofmeister

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