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Eiskalt, mit Herz und ganz viel Dusel: Waberns Triumph über Hünfeld

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Von: Sebastian Schmidt

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Siegertypen: Fabian Korell (l.) und Patrick Herpe schossen Wabern zum Sieg.
Siegertypen: Fabian Korell (l.) und Patrick Herpe schossen Wabern zum Sieg. © Pressebilder Hahn

Herzlichen Willkommen in der Fußball-Verbandsliga, TSV Wabern! Die Reiherwalder haben ihren zweiten Sieg in Folge gefeiert. Den Ersten vor heimischem Publikum. Und vor allem: einen 2:1 (2:0)-Coup gegen Hessenliga-Absteiger Hünfelder SV.

Wabern – Oder um es mit Spielertrainer Patrick Herpe zu sagen: „Das war unser härtester Erfolg, seitdem Mario und ich Trainer sind. Hünfeld hatte klare Chancenvorteile, aber wir wollten den Sieg einfach mehr.“ Wabern knüpfte nahtlos an die leidenschaftliche Vorstellung vom 4:1 in Sand an, hatte im Vergleich dazu wieder Mittelfeldspieler Marius Rohde an Bord und Islam Elgaz als Nummer eins für Kim Sippel im Tor.

Die erste Halbzeit hätte für die Hausherren kaum besser laufen können. Denn sie nutzten ihre ersten beiden Chancen eiskalt. Nach einem unwiderstehlichen Vorstoß von Niklas Müller über die rechte Seite veredelte Herpe die folgende Maßflanke von Fabian Korell zum 1:0 (10.). Den Ball nahm Herpe nur allzugern auf und revanchierte sich mit einer Vorarbeit, die Kapitän Korell elegant aus der Drehung zum 2:0 verarbeitete (17.).

Hünfeld betreibt Chancenwucher

Das sorgte für mächtig Frust bei den klar favorisierten Osthessen. „Bei den Gegentoren haben wir uns dilettantisch angestellt gegen die kräftigen Waberner Stürmer. Danach ist alles gegen uns gelaufen und wir haben Chancenwucher betrieben“, erklärte HSV-Coach Johannes Helmke. Gut und gerne sechs oder sieben Tore hätten die Gäste schießen können. Doch Fortuna war Waberns ständiger Begleiter. „Das war pure Leidenschaft, viel Herz und unbändiger Wille. Jeder hat jeden gepusht“, frohlockte Elgaz, der hielt, was zu halten war und sich stets auf seine Vorderleute verlassen konnte. Zunächst kratzte er einen Schuss von Karlo Vidovic von der Linie (42.), ehe Amert vor Vidovic rettete, dessen Nachschuss zur Beute von Elgaz wurde (45.). Auf der Gegenseite fand Korell zweimal in Torwart Benedikt Kaiser seinen Meister (41., 45.+1).

Doch damit war"s um die Herrlichkeit im Angriff des TSV geschehen. Die zweite Halbzeit ging klar an die Gäste, bei denen Jemal Mohamedadem Kassa einige Glanzpunkte setzen konnte. Hünfeld traf auch durch einen Freistoß von Leon Zöll (51.). Doch Schiedsrichter Wissam Awada pfiff das Tor ab, weil sich ein Angreifer unerlaubt in der Mauer bewegt hatte. Fortan kassierte der TSV im Minutentakt Gelbe Karten – und der HSV rannte an.

Auch Stürmer Sezer rettet

Eine Flanke von Zöll drückte Vidovic per Hinterkopf in die Maschen zum 2:1 (65.). Damit hatte er sein Pulver indes verschossen. Aus einem Meter traf er nur den Pfosten (67.). Dann blockte Amert einen Versuch von Benjamin Fuß (72.). Als dann auch noch der eingewechselte Stürmer Enes Sezer mit seiner besten Aktion im TSV-Trikot verhinderte, dass sich Mohamedadem Kassa belohnen konnte (87.), war der Coup perfekt. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik

Wabern: Elgaz - Kördel (73. Splietorp), Amert, Wendel, Bergmann - Klinge - Müller (71. Zahovic), Schmeer, M. Rohde (79. Herdt), Korell (73. Sezer) - Herpe.

Hünfeld: Kaiser - Dücker, Fuß (83. Witte), Gadermann, Zöll - Vogler, Zentgraf (67. Schilling), Mohamedadem Kassa, Simon - J. Rohde (59. Krieger), Vidovic.

SR: Wissam Awada (Kassel). Z: 150.

Tore: 1:0 Patrick Herpe (10.), 2:0 Fabian Korell (17.), 2:1 Karlo Vidovic (65.).

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