Handball: Bezirksligist Zimmersrode gewinnt nach 952 Tagen wieder ein Spiel

Ende einer Durststrecke

Haben endlich wieder Grund zum Jubeln: die Zimmersröder (v.l.) Lisa Müller, Mandy Schrammel, Trainer Herbert Grimme und Janina Alheit. Foto: Kasiewicz

Zimmersrode. Es war die vielleicht längste Durststrecke, die eine Sportmannschaft durchstehen musste. 952 Tage ist es her, dass die Bezirksliga--Handballerinnen des TuS Zimmersrode einen Sieg bejubeln durften. Am 24. Februar 2013 schlug der TuS die HSG Gensungen/Felsberg mit 9:8. Nun hat diese Serie ein Ende gefunden. Mit 14:6 (5:2) besiegten die Zimmersröderinnen den VfL Wanfried.

„Nur am Anfang war es etwas knapp“, berichtet TuS-Trainer Herbert Grimme. Vor allem die starke Torfrau Beate Steffens hatte durch zahlreiche Paraden einen großen Anteil am Erfolg: „Dadurch konnten wir erstmals auch einfache Tore aus dem Tempogegenstoß erzielen.“ Gegen die Top-Teams aus Böddiger (7:43) und Datterode (5:37) war seiner Mannschaft zumeist nur die Statistenrolle geblieben.

Torhüterin Steffens ist neben Kerstin Wiegand, Mandy Schrammel sowie Manuela und Christin Nowotny eine der Spielerinnen, die beim Sieg gegen Gensungen 2013 bereits auf dem Parkett standen. Seitdem hatte die TuS-Coach Grimme immer wieder Probleme, eine spielfähige Mannschaft zusammenzustellen. „Seit Februar haben wir neun Neuzugänge“, erklärt der Übungsleiter stolz. Weil nur 14 Spielerinnen auf dem Spielberichtsbogen stehen dürfen, musste er in den ersten Saisonspielen sogar Spielerinnen aussortieren.

Allerdings handelt es sich bei den „Neuen“ um Quereinsteiger mit keiner oder geringer Erfahrung im Handball. Für fünf Akteurinnen des Kaders waren die ersten drei Saisonspiele gleichzeitig die ersten Handballspiele in ihrer Laufbahn. Im Training steht daher Grundlagenarbeit im Vordergrund.

Starke Janina Alheit

Und die trägt erste Früchte. Besonders von Janina Alheit ist Grimme begeistert. Die ehemalige Fußballerin ist im September 2014 zum TuS gestoßen. „Sie hat sich sehr gut entwickelt und nun ihren Platz in der Stammsieben sicher“, lobt Grimme die Rückraumspielerin. In der Vorbereitung nahmen die Zimmersröderinnen an Turnieren in Dittershausen und Landwehrhagen teil, wobei der Grimme-Sieben in Landwehrhagen gegen die Gastgeberinnen gar ein Unentschieden gelang. Ein erster Hinweis darauf, dass die TuS-Handballerinnen diese Saison nicht ganz chancenlos sein würden.

Groß gefeiert wurde der erlösende Sieg gegen Wanfried allerdings nicht, weil die meisten Spielerinnen schon am Vortag auf dem Kartoffelfest der Gemeinde zusammen gesessen hatten. Bereits nächste Woche hat das Team sogar die Chance auf den nächsten Punktgewinn, wenn es zum bisher sieglosen TuSpo Ziegenhain reist. Da winkt der zweite Sieg in Folge. Auch das hat es in Zimmersrode schon ganz lange nicht mehr gegeben.

Von Marcel Glaser

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