MSG Körle/Guxhagen setzt auf Ex-Baunataler

Erst Reha, dann Neustart: Aus Handballer Christian Schade wird ein Trainer

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Mit Zug zum Tor: Körle/Guxhagens Christian Schade (am Ball vor Großenlüders Elia Sippel) hat seine Karriere als Spieler beendet und steigt nun als Trainer bei der MSG ein. 

Für ihn war die Handballsaison schon zu Ende, als vom Coronavirus noch keine Rede war. Christian Schade hatte sich vorgenommen, seine lange und erfolgreiche Karriere am letzten Spieltag dieser Saison zu beenden, aber eine schwere Verletzung verhinderte die Realisation des lang gehegten Wunsches.

Beim Landesliga-Derby zwischen seiner MSG Körle/Guxhagen und der TSG Dittershausen am 8. Februar knickte der 38-Jährige um und zog sich einen Fersenbeinbruch zu.

Für die meisten Sportler beginnt nach ihrem letzten Auftritt eine ausgelassene Feier, aber Christian Schade befand sich beim Abpfiff seiner finalen Partie auf dem Weg in das Kasseler Klinikum – im Notarztwagen. Nun hofft er auf einen reibungslosen Übergang in seine zweite Karriere. Als Christian Schade im Sommer 2018 von der Baunataler Eintracht zu seinem Heimatverein zurückkehrte, war es schon beschlossene Sache, dass aus dem Rechtsaußen bald ein Trainer werden würde. Nun geht Udo Horn, und Christian Schade kommt.

Große Fußstapfen nach Udo Horn

„Große Fußstapfen“, sagt der Neue, der den ersten Teil der Saisonvorbereitung gern Anfang Juni beginnen möchte. Doch im Hinblick darauf sind zwei große Fragezeichen zu beachten. Das eine steht hinter dem Verlauf von Schades Reha, die am 11. März begonnen hat, und das andere weist darauf hin, dass noch offen ist, wann das Coronavirus wieder ein normales Leben zulässt.

Falls alles gut wird, bereiten Schade und sein Co-Trainer Sascha Henkel eine Mannschaft vor, die im Vergleich zu dieser Saison, die sie mit dem fünften Tabellenplatz abschloss, mit einem fast unveränderten Kader antreten wird. Luis Badenheuer wechselt zum künftigen Liga-Rivalen TSV Wollrode, während Julian Lanatowitz aus Vellmar nach Körle zurückkehrt. Aufgrund der Kooperation mit der MT Melsungen werden die A-Jugendlichen Jannik Büde, Benjamin Fitosovic, Jona Rietze und Rene Andrei weiterhin auch für die MSG Körle/Guxhagen im Einsatz sein.

Talent in die Wiege gelegt

Deren künftiger Trainer, der im Trikot der Eintracht bis in die zweite Bundesliga aufstieg, hätte jetzt gern die C-Lizenz erworben, doch in diesen Corona-Zeiten ist vieles unmöglich. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, und in der Zwischenzeit wird Christian Schade auch von den Dingen profitieren, die er Trainern wie Michael Kopeinigg, Arnd Kauffeld und Ralf Horstmann abgeschaut hat. Zudem wird er von seinem ganz speziellen Lebenslauf zehren, denn das Talent für die Sportart Handball wurde ihm praktisch in die Wiege gelegt.

Christian Schades Mutter Helga (geborene Kuppstadt) war in der Saison 1977/78 Kreisläuferin in der legendären Kirchhofer Erstligamannschaft, in der auch ihre Schwestern Karla, Christa und Marianne wichtige Rollen spielten. Und es passt ins familiäre Bild, dass der Trainer mit der Kreisläuferin verheiratet war. Horst Schade ist Christians Vater und wird mit Interesse beobachten, wie der Trainer-Novize die kommende Landesliga-Saison bewältigt.

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