1:1 gegen Lütter

Erster Punktverlust für TuS Viktoria Großenenglis trotz Traumtor

Vorbildliche Schusshaltung: Anna Lena Wagner (l.) schlägt hier eine Flanke für Großenenglis. Lütters Anne Schneider kommt einen Schritt zu spät. Im Hintergrund beobachtet Julia Faupel die Szene.
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Vorbildliche Schusshaltung: Anna Lena Wagner (l.) schlägt hier eine Flanke für Großenenglis. Lütters Anne Schneider kommt einen Schritt zu spät. Im Hintergrund beobachtet Julia Faupel die Szene.

Das zur Tradition gewordene Mannschaftsbild durfte nach Abpfiff nicht fehlen. Ein Foto als Dokument einer erfolgreichen Mannschaft mit einem stolzen Trainerteam. Eine Einheit, die weiterhin ungeschlagen Tabellenführer der Frauenfußball-Hessenliga ist.

Großenenglis – Jedoch mit dem Makel, dass der TuS Viktoria Großenenglis beim 1:1 (0:0) im Topspiel gegen die TSG Lütter erstmals zwei Punkte liegen ließ. „Das 1:1 ist unverdient, weil wir spielerisch klar besser waren. Aber jetzt wissen wir, wo die Reise hingehen kann“, erklärte Viktoria-Coach Alessandro Wiegand, der sich nur allzugern mit Großenenglis im kommenden Jahr in der Aufstiegsrunde gegen drei Top-Teams aus Südhessen beweisen würde. Lütter indes war vor allem kämpferisch ein Gradmesser. Die Gäste konnten ihre angeschlagenen Leistungsträgerinnen Karolina Burkhard und Elisabeth Nawrath nicht einsetzen. Aufseiten der Gastgeberinnen mussten kurzfristig Sophie Trost und Rojin Balica passen.

Lütter machte aus seiner Not eine Tugend. Die etatmäßige Stürmerin Anne Schneider rückte in die Abwehr und lieferte sich packende Zweikämpfe mit Johanna Straube. Teilweise band die Torjägerin die komplette Defensivreihe der TSG. Da das Team von Trainer Andre Kleinheinz jedoch auch das zentrale Mittelfeld dicht machte, waren Chancen für die Viktoria ein rares Gut. Den ersten Schuss gab Lena Eckhardt ab (5.). Ein Abschluss Straubes (21.) und ein Freistoß von Jana Schwaab (23.) wurden zur Beute für die gut aufgelegte Torfrau Eva Lohmann.

Luisa Winter am Knie verletzt

Zwei Schockmomente musste der Spitzenreiter verdauen. Erst verletzte sich Luisa Winter am Knie (35.) und konnte nicht mehr weitermachen, ehe Nikola Körbel der Rücken schmerzte (42.). Immerhin: die Außenverteidigerin biss sich nach einer Verschnaufpause durch. Die für Winter eingewechselte Lisa Fölsch gab mit einer perfekt getimten Grätsche gegen Kimberly Pompetzki das Zeichen zum Angriff (56.). Aufgenommen von Schwaab, die nach Querpass von Carina Jäger ein Traumtor per Schuss aus 20 Metern unter die Latte zum 1:0 folgen ließ (57.).

„Der Gegner hat es uns sehr schwer gemacht. Also konnten wir es nur so oder über die Außen versuchen“, wusste die Torschützin. Bei den Läufen über die Flügel glänze besonders Julia Faupel. Die eingewechselte Mittelfeldspielerin bewies bei einem Vorstoß Klasse, der gerade noch von Lohmann abgefangen wurde (60.). Am dichtesten dran am möglichen 2:0 war Jasmin Rustemeier, die nach einem langen Ball Schwaabs und scharfer Hereingabe Faupels einen halben Schritt zu spät kam (78.).

Gegen KSV Hessen soll nächster Sieg her

Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste aufgemacht. Schneider rückte mit vor in den Sturm. Und ebnete mit einem Freistoß den Weg zum 1:1. Nike Belz staubte in der Schlussminute ab. Was die Gastgerinnen nur kurz ärgerte. „Dennoch können wir aus der Partie viel Schwung mitnehmen, wollen in unserer Staffel Erster bleiben und nächste Woche das Derby gegen gewinnen“, betonte Jana Schwaab. Hoch motiviert, Hessen Kassel am Samstag zu schlagen, um dann beim Foto nach Spielschluss drei statt wie gegen Lütter nur einen Finger in Richtung Kamera halten zu können.

Großenenglis: Wandrei - Unzicker, Diehl, Winter (38. Fölsch), Körbel (46. Faupel) - Wagner (77. Rustemeier), Festor, Schwaab, Jäger, Eckhardt - Straube. Lütter: Lohmann - Bahr, Schneider, Reith - Langauer, Beck, Belz, Henkel, Pankow - Klaus, Lorenz (30. Niasse/54. Pompetzki).

SR: Rühl (Vellmar). Z: 100. Tore: 1:0 Schwaab (57.), 1:1 Belz (90.). (Sebastian Schmidt)

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