In drei Tagen zwei Mal gegeneinander

ESG Gensungen/Felsberg misst sich mit RW Babenhausen

+
Arnd Kauffeld

Gensungen. Beim Blick auf den Restspielplan der Oberliga Hessen könnte der Handballfan geneigt sein, an einen verspäteten Aprilscherz zu glauben. Warum? Weil sich da zwei Teams innerhalb von drei Tagen zweimal in einem Meisterschaftsspiel duellieren sollen.

Die ESG Gensungen/Felsberg und RW Babenhausen nämlich, die am heutigen Donnerstag in Südhessen (19.30 Uhr Halle der Joachim-Schumann-Schule) und am Samstag in der Gensunger Kreissporthalle (Beginn 19.30 Uhr) aufeinandertreffen.

Kein Witz also, sondern eine außergewöhnliche, und wie ESG-Trainer Kauffeld findet, „interessante Konstellation“. Zurück zu führen auf Terminschwierigkeiten und dem Ausfall des Hinspiels, als die Edertaler verletzungs- und krankheitsbedingt keine Mannschaft stellen konnten. „Interessant“ ist für den Gensunger Coach beispielsweise der Einfluss des Heimvorteils auf die Partie oder auch die Fähigkeiten seiner Spieler, mögliche Fehler aus dem „Hinspiel“ im „Rückspiel“ abzustellen. Dazu hat sein Kollege Oliver Schulz für den Freitag extra eine Spielanalyse per Video anberaumt.

Bekannt ist die ungewöhnliche 3:2:1-Deckung der Babenhausener, offensiv interpretiert mit dem Ziel, den Gegner im Positionsangriff möglichst weit weg vom eigenen Tor zu halten. Das Rezept von Arnd Kauffeld: „Viel Bewegung ohne Ball und mit Power in die Zweikämpfe gehen“, um so Lücken zu reißen und auch zum Abschluss zu nutzen. Mit der Mannschaft, die beim Tabellenzweiten mit 33:27 triumphierte und damit ihr viertes Spiel in Folge gewann.

Umso größer der Respekt beim Aufsteiger. „Die Gensunger verfügen nicht nur über eine große körperliche Präsenz, sondern auch über eine ungeheure Dynamik“, sagt SG-Trainer Oliver Schulz, dessen Team allerdings ebenfalls mit Rückenwind ins Spiel geht. Nach dem 34:26 ist der Klassenerhalt bereits in trockenen Tüchern. Und das ausgeglichene Punktekonto ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Rot-Weißen jedem Kontrahenten gefährlich werden können. Dank einer spielerisch schwer ausrechenbaren Mannschaft, die eigentlich nur drei Spezialisten hat: Linksaußen Lucas Eisenhuth, Neuzugang aus Hanau und mit 215/76 Treffern Babenhausens Top-Torschütze, Linkshänder Felix Mann, der aus Kirchzell zur SG stieß sowie der 2,05 Meter große Rückraumhüne Keno Merpahl. Fast überall ist der quirlige Simon Brandt (bisher 112 Feldtore) zu finden, der laut Kauffeld über einen „mega-schnellen Wackler“ verfügt.

In der Vorbereitung des Spiels gilt es also für die Beteiligten eine Menge spieltaktischer Details zu verarbeiten. Und nach dem heutigen Duell dürften wohl noch einige dazu kommen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.