Starke Angriffsleistung reichte nicht aus

ESG Gensungen/Felsberg verliert in Offenbach mit 37:39

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Nicht zu bremsen: Gensungens Kreisläufer Christoph Koch, der vier Treffer erzielte.

Offenbach. „Ein tolles Spiel“, sagte Arnd Kauffeld, Trainer der ESG Gensungen/Felsberg. Allerdings mit traurigen Unterton. Denn der Handball-Oberligist verlor mit 37:39 (17:17) bei der TSG Offenbach-Bürgel.

Der Grund: Seiner Mannschaft war zumindest in der Abwehr die Luft ausgegangen. „Wir hatten einfach keinen Zugriff mehr“, beschrieb der Edertaler Coach das spielentscheidende Manko. Kein Wunder angesichts höchst beschränkter Wechselmöglichkeiten (eine) und eines „hohen Aufwandes“ in der Offensive, wo der Gast variabel und dynamisch zu Werke ging. Wo Franco Rossel aus der zweiten Reihe nicht zu bremsen war. Wo (der neue) Spielmacher Vince Schmidt mit Kreisläufer Christoph Koch hervorragend harmonierte.

Was den Gästen in der Anfangsphase trefflich gelang, das Klauen von Bällen, wurde Mitte der ersten Halbzeit bereits zum Boomerang. „Wir haben nach unserer frühen Führung immer offensiver und mit zuviel Risiko verteidigt“, wusste Arnd Kauffeld, warum aus einer 7:3-Führung (7.) nach 19 Minuten ein 13:13 (19.) geworden war. Erst hielt Linkshänder Markus Wagenknecht seine Mannschaft im Spiel, was dem Rückraumspieler eine frühe Gensunger Manndeckung einbrachte, dann taute der Halblinke Michael Nath auf und erzielte bis zu seiner Disqualifikation (29:57, rüdes Foul an Rossel) vier Tore.

Trotzdem. Es blieb spannend. Und eng, auch wenn die ESG fortan fast ständig einem (knappen) Rückstand hinterherlief. Zum letzten Mal konnte Jan Hendrik Otto bei seinem Siebenmetertor zum 32:32 ausgleichen (54.), ehe die Gastgeber auf 35:32 (56.) davon zogen.

Entscheidung Sekunden vor Schluss

Die Vorentscheidung? Mitnichten, denn beim 36:35 durch Franco Rossel (57.) waren die Nordhessen wieder dran. Auch als Vince Schmidt eine Minute vor Schluss zum 38:37 traf, konnten die Edertaler zumindest noch auf ein Remis hoffen, ehe Lars Kretschmann mit seinem siebten Tor 23 Sekunden vor Schluss die Entscheidung herbeiführte.

Nach der neunten Saisonniederlage ist der vierte Platz für die ESG nun außer Reichweite. Den fünften gilt es beim Saisonfinale gegen Wiesbaden (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen) zu verteidigen, wozu Trainer Kauffeld noch mal „alle verfügbaren Kräfte bündeln will“. Die von acht verbliebenen Feldspielern plus zwei Torhüter, auf die es auch im letzten Spiel ankommen wird.

Gensungen/Felsberg: Lauterbach, Mügge; Bauer 3, Rossel 7, Alscher 4, Schmidt 5, Otto 9/7, Koch 4, Walther 5, Pollmer.

SR: Hohem/Petry. Z: 190.

Zeitstrafen: 8:6-Minuten.

Siebenmeter: 6/4:8/7. 

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