Gastspiel bei der HSG Kleenheim

ESG Gensungen/Felsberg vor hoher Hürde in der Oberliga

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Mario Schumacher

Gensungen. Die Rechnung ist für Kleenheims Trainer Johannes Wohlrab ganz einfach: „Wenn wir jedes unserer letzten fünf Spiele gewinnen, steigen wir auf.“

Die ESG Gensungen/Felsberg könnte dafür sorgen, dass sie bereits am Samstag nicht mehr aufgeht, wenn der heimische Handball-Oberligist beim Tabellenzweiten gastiert (20 Uhr Weidig-Halle Oberkleen).

Natürlich werden bei diesem Klassiker Erinnerungen wach an das rasante 33:28 im Hinspiel, als die Edertaler an einem Sahnetag den Mittelhessen eine von nur vier Saisonniederlagen beibrachten. Allerdings: Diesmal sind die Vorzeichen angesichts von fünf Gensunger Langzeitverletzten anders, die ESG wohl nur Außenseiter, was die Zuversicht von Mario Schumacher aber nicht trüben kann. „Die Mannschaft ist in der Lage mit ihren Aufgaben zu wachsen“, sagt der Co-Trainer mit Blick auf fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen, die das Rumpfteam engefahren hat.

Dank Spielern wie Dave Alscher, Jan Hendrik Otto oder Christian Rohde, die laut Trainer Kauffeld „nicht nur in die Lücken reingesprungen sind, sondern sie auch ausgefüllt haben.“ Und dank einer Mannschaft, die, wie Franco Rossel zufrieden feststellt, „noch mal zusammen gerückt ist.“ Der Rückraumlinke selbst hat dabei (als dynamischer Vollstrecker) immer mehr Verantwortung übernommen.

Natürlich hat Kleenheims Trainer den 22-Jährigen auf seiner Rechnung. Und kann selbst bis auf Thorben Weinandt personell aus dem Vollen schöpfen und auf seine torgefährliche Flügelzange Höpfner/Straßheim bauen, die mehr als die Hälfte (388) der bisherigen HSG-Tore (608) erzielt hat.

Es ist das vorerst letzte Duell des 31-jährigen Berufsschullehrers mit den Nordhessen, denn er wechselt nach fünf (erfolgreichen) Jahren als Coach ins Kleenheimer Frauenlager. Ein Grund: Nachdem Johannes Wohlrab das Team in der Spitzengruppe etabliert hat, fehlt die Perspektive für den „nächsten Schritt“ (3. Liga), den der Verein wohl nicht gehen will. Auch im Falle der Oberliga-Meisterschaft nicht. Die bleibt trotzdem ein reizvolles Ziel. Und natürlich die Revanche für die Hinspielniederlage. 

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