Kreispokal-Endspiel: Schiepe und Melnarowicz treffen gegen SG Immichenhain/Ottrau

Favorit FC Körle siegt 2:0

Ein starkes Team: Der FC Körle als neuer Kreispokalsieger mit (stehend von links) Trainer Jörg Müller, Daniel Fehr, Markus Potratz, Sami Essid, Marcel Riemann, Felix Lenz, Mario Umbach, Alexander Schmidt, Fitim Cakiqi und (vorne von links) Thomas Melnarowicz, Luis Taube, Fitim Islami, Sven Sennhenn , Philipp Winkler, Manuel Weidemann sowie Sebastian Schiepe. Foto: Kasiewicz

Homberg. Die Fußballer des FC Körle sind die Nachfolger des TSV Mengsberg. Im Endspiel des Kreispokals gewann die Elf um Spielertrainer Jörg Müller mit 2:0 (1:0) gegen die SG Immichenhain/Ottrau.

„Das ist natürlich geil. Jetzt reißen wir das Clubhaus in Körle ab“, sagte Müller augenzwinkernd und stimmte vor den Fans den Gesang an: „Körle und die TSG, Körle und die TSG.“ TSG? Gemeint sind die Handballer aus Fuldatal-Dittershausen, Müllers Wahlheimat, die am vergangenen Wochenende Meister der Bezirksoberliga Kassel-Waldeck wurden und mit den FCK-Kickern freundschaftlich verbunden sind. Das gab dem Rahmen mit 450 (308 zahlende) Zuschauern eine besondere Würze, denn auch aus Immichenhain, Ottrau und Körle waren lautstarke Schlachtenbummler gekommen.

Den ersten Jubelorkan löste Sebastian Schiepe aus. Nur 100 Sekunden brauchte der Mittelstürmer, um den Gruppenligisten mit 1:0 in Führung zu bringen. „Wir waren auf 17 Uhr als Anstoßzeit fokussiert gewesen. Dann haben wir unnötig zehn Minuten in der Kabine warten müssen“, versuchte SG-Spielertrainer Helge Hastrich zu erklären, warum sein Team in den Startlöchern stecken blieb.

Mit einem frechen Versuch aus 30 Metern von Fitim Islami (12.), nach einem Abwehrfehler durch Alex Schmidt (16.) und per Direktabnahme von Müller (20.) hatte Körle drei Gelegenheiten, nachzulegen. Dichter dran am Treffer war allerdings der Kreisoberliga-Spitzenreiter. Denn Immichenhain/Ottrau stand immer besser in der Deckung, lauerte geschickt auf Schwächen in der FCK-Hintermannschaft und konterte gefährlich. Mit dem Manko, dass die SG-Akteure sich beim Abschluss an Harmlosigkeit gegenseitig überboten.

So lag der Ausgleich in der Luft, als Roman Bernhardt mustergültig für Fabian Stärtz auflegte, ehe der Ex-Schrecksbacher daneben schoss (24.). Kaum besser machte es Christian Gabel in der 32. Minute. Der Mittelfeldmann schloss aus 30 Metern viel zu früh freistehend ab, nachdem Roman Bernhardt klug das Geschehen verlagert hatte. Zudem musste der starke Daniel Fehr in höchster Not gegen Tobias Itzenhäuser retten, nachdem Mitspieler Markus Potratz den Ball vertändelt hatte (39.).

Da Schiepe auf der Gegenseite das mögliche 2:0 liegen ließ (45.), blieb es bis zum Schluss spannend. Allerdings wurden die Chancen weniger. Beiden Teams war eine lange Serie anzumerken. Die einen (Immichenhain/Ottrau) brauchen noch Kraft im Endspurt um die Meisterschaft, die anderen (Körle) haben den Relegationsplatz eine Klasse höher nicht aufgegeben. Standards wären so eine Waffe gewesen, doch Helge Hastrich köpfte zweimal drüber (64., 82.). Nur einer zielte ganz genau: Thomas Melnarowicz. Dem Angreifer gelang mit einem sehenswerten Heber nach toller Vorarbeit von Luis Taube der Treffer zum Endstand (89.).

Von Sebastian Schmidt

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