Kadir-Eren sieht Gelb-Rot

FC Körle muss Verbandsliga-Aufstieg nach 0:1 gegen SG Ehrenberg abhaken

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Sichtlicht enttäuscht: Körles Routinier Sami Essid verharrte wie seine Mitspieler nach dem 0:1 gegen die SG Ehrenberg erstmal minutenlang am Boden. 

Die Fußball-Verbandsliga und der FC Körle – es soll einfach nicht sein. Auch im dritten Anlauf nach 2009 und 2012 ist das Team als Vize-Meister gescheitert.

Diesmal nach dem 0:1 (0:0) vor 750 Zuschauern gegen die SG Ehrenberg. Somit machen nun der osthessische Vertreter und der SV Türkgücü Kassel, der ebenfalls 1:0 gegen Körle gewonnen hatte, den Aufstieg unter sich aus. Falls dem SV Neuhof der Sprung in die Hessenliga gelingt, packen es sogar beide.

Kein Wunder, dass die Gastgeber nach dem packenden Duell tieftraurig waren. Routinier Marcel Riemann, der nun seine Karriere beendet, und Torhüter Mario Umbach, der am Ende mitgestürmt war, verließen etwa schweigend die Schwarzwaldkampfbahn. Wohl auch, weil der FCK erneut nicht die schlechtere Mannschaft war.

Kleinigkeiten waren es aus Sicht von Körles Trainer Teame Andezion: „Wir haben kleine Fehler gemacht, die bestraft wurden. Und die Nachlässigkeiten von Ehrenberg haben wir nicht ausgenutzt.“ Fünf Minuten entschieden dabei gegen die Gastgeber. Im Fokus der 23-jährige Unparteiische Marcel Rühl, der seit 2017 auch in der A-Jugend-Bundesliga eingesetzt wird.

Denn erst kassierte Kadir Eren die Gelbe Karte (60.) wegen Meckerns und einen Angriff später sogar Gelb-Rot, als er weiter Redebedarf hatte (61.). „Ich habe doch nur gesagt, er soll mich schützen, weil ich ständig gefoult werde“, klagte der Mittelfeldspieler beim Gang in die Kabine. Noch bittere wurde die Lektion zwei Minuten später. Denn der Schiedsrichter übersah ein Foulspiel von Andre van Leeuwen im Angriff, um Sekunden später einen Freistoß für die SGE nach Kontakt an Michael Geier zu geben. Da konnte nun auch FCK-Kapitän Luis Taube nicht mehr an sich halten und sah als dritter Körler Gelb wegen Meckerns. Mark Jaksch war’s egal. Ehrenbergs Standardspezialist jagte den ruhenden Ball eiskalt zum Tor des Tages in den Winkel (64.).

Islami verpasst Ausgleich nur knapp

„Der Schiedsrichter ist tabu, deswegen ist mir das als Ausrede zu einfach. Wir müssen aus den beiden Spielen lernen, was wir nächstes Jahr besser machen können“, betonte Andezion. Seine Mannschaft hatte in der ebenso umkämpften wie chancenarmen Partie durch einen Freistoß von Taube (5.) und einen Schuss nach tollem Solo von Eren (48.), den SGE-Schlussmann Voll glänzend parierte, lange nur zwei Abschlüsse zu bieten.

Der Dritte stand sinnbildlich für die tapferen, aber in den Zusatzspielen unglücklichen Körler. Einen Einwurf von Dennis Alberding verlängerte Tobias Scherbaum. Sami Essid setzte stark nach und ebnete den Weg für Fitim Islami. Der Joker setzte einen Drehschuss an – und verfehlte sein Ziel um Zentimeter (89.).

Körle: Umbach - Friedrich (90.+5 Mirus), Riemann, K. Lenz, Essid - Alberding, Kraus (70. Kraus), Taube, Scherbaum, Eren - Melnarowicz.

SGE:Voll - Bau, Dinkel, Mo. Schäfer, Beck - Brehl, Schorstein, Geier, Jaksch (84. Ma. Schäfer), van Leeuwen (90.+2 Keidel)- Bublitz (80. Bleuel).

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