Lindenthal und Herpe Doppeltorschützen beim 6:2

FCS: Gegentor mit heilsamer Wirkung

Doppelpacker: Leon Lindenthal Foto: Hahn/nh

kassel. Der dritte Sieg in Folge macht‘s möglich: Der 1. FC Schwalmstadt hat nach dem 6:2 (3:1)-Erfolg beim FC Bosporus Kassel mal wieder Bekanntschaft mit dem rettenden Ufer in der Fußball-Verbandsliga Nord gemacht. Drei Spieltage vor Schluss eine Momentaufnahme im Abstiegskampf, die den Schwälmern aber Mut macht. „Meine Jungs gehen endlich mal wieder mit einem Grinsen vom Platz“, freute sich Trainer Christoph Keim.

Ein Grinsen, das im Spiel fast schon etwas zu früh einsetzte. Nach dem 0:1 per Kopf durch Jan Philipp Trümner nämlich (12.), das die Gäste zu allzu sorglosen Bemühungen um das zweite Tor animierte. Denn nachdem Leon Lindenthal (14.) und erneut der emsige Trümner (16.) genau das verpasst hatten, traf Nima Latifiahvaz bei einem Konter wie aus heiterem Himmel zum 1:1 (17.). Weil der FCS im Gefühl seiner Überlegenheit ohne Absicherung nach hinten agiert hatte.

Doch er wurde aus Schaden klug. „Das Gegentor hat uns wachgerüttelt, danach haben wir den Ball besser laufen lassen“, erkannte Schwalmstadts Coach die heilsame Wirkung des vermeintlichen Rückschlags. Zumal der reaktivierte Timo Brauroth, im Zentrum vor der Viererkette eine Bank, mit einem Zuckerpass Angriffsspitze Leon Lindenthal auf die Reise schickte und der per Heber ebenso ästhetisch zum 1:2 (21.) vollendete.

Danach hatte der heimische Verbandsligist die Balance gefunden, ließ hinten nichts mehr anbrennen, variierte geschickt das Tempo und erhöhte noch vor der Pause, wiederum durch Lindenthal, auf 1:3 (42.). Spätestens nach dem vierten FCS-Tor durch Patrick Herpe (56.) war die Partie entschieden, die Reste des Kasseler Widerstands gebrochen. Es folgte ein Schaulaufen mit hochkarätigen Schwalmstädter Chancen zeitweise im Minutentakt.

„Wir hätten noch einige Treffer mehr machen müssen“, bekannte „Sechser“ Brauroth, nachdem Trümner (57.), R. Seck (67.), Herpe (68.), der eingewechselte Lukas Schwalm (70.) und Kevin Kutzner per Pfostenschuss (71.) gescheitert waren. Immerhin erhöhten R. Seck nach Dietz‘ tollem Solo über den ganzen Platz (80.) und Herpe (84.) noch auf 1:6, ehe Omar Bayoud der zweite Treffer für das ersatzgeschwächte Schlusslicht gelang (89.).

Das schmeckte Christoph Keim keineswegs, änderte aber nichts am Grinsen seiner Schützlinge. Das noch breiter wurde, als die Ergebnisse der mitgefährdeten Konkurrenz eintrafen. • FCS: Wörmann - Dietz, F. Seck, Gerstung, Lutz - Brauroth, Kutzner (80. Kaquri) - R. Seck, Herpe, Trümner (72. März), Lindenthal. Tore: 0:1 Trümner (12.), 1:1 Latifiahvaz (17.), 1:2 Lindenthal (21.), 1:3 Lindenthal (42.), 1:4 Herpe (56.), 1:5 R. Seck (80.), 1:6 Herpe (84.), 2:6 Bayoud (89.). SR: Rabe (Münchhausen).

Von Ralf Ohm

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