Verbandsliga

FCS nutzt mit 5:1-Erfolg beim CSC Kassel die letzte Chance auf den Klassenerhalt

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So jubelt ein dreifacher Torschütze: Schwalmstadts Brian Mitchell , der maßgeblichen Antel am 5:1-Erfolg seiner Mannschaft hatte.

Kassel. Dank des dreifachen Torschützen Brian Mitchell landet der 1. FC Schwalmstadt nach einem 0:1-Rückstand einen 5:1-Sieg beim CSC Kassel.  Und verhindert damit einen vorzeitigen Abstieg aus der Fußball-Verbandsliga.

Auf einmal lief‘s. Plötzlich wurden die eigenen Kombinationen zu Ende gespielt, war fast jeder Abschluss ein Treffer. Von einem Moment auf den anderen fiel die Last des Gewinnen-Müssens vom arg gestressten Abstiegskandidaten ab. Nämlich als Vedran Jerkovic nach 60 Minuten mit einem feinen 25 m-Schuss zum 1:2 traf. „Danach platzte bei uns der Knoten“, erklärte Leonard Freund, Außenangreifer des 1. FC Schwalmstadt, das fulminante Nachlegen des heimischen Fußball-Verbandsligisten, das schließlich in einen 5:1 (1:1)-Erfolg beim CSC 03 Kassel mündete.

Dabei tat sich besonders einer hervor, der nach 83 Minuten unter lautem Applaus der Zuschauer aus beiden Lagern das Feld verlassen durfte und von seinem Trainer mit einer innigen Umarmung empfangen wurde. „Er war ständig unterwegs und hat seinen Körper ganz hervorragend eingesetzt“, lobte Atilla Güven seinen Schützling Brian Mitchell, der kurz zuvor in Rebic-Manier (74.) mit seinem dritten Tor den Schlusspunkt gesetzt hatte.

Dabei ließ FCS-Spitze nach einem langen und (ebenso) hohen Pass von Maximilian Schuch die komplette Innenverteidigung des CSC alt aussehen. Und umkurvte auch noch Torwart Bartuli. „Ich bin einfach durchgelaufen“, erklärte der 21-Jährige sein Husarenstück.

Mannschaft zeigt großen Willen

Seine beiden vorausgegangen Treffer waren weniger spektakulär – aber wichtiger. Der Ausgleich zum 1:1 nach Vorarbeit von Patrick Herpe (38.) etwa, weil damit endlich der Schock über das frühe Gegentor durch Christian Käthner (2.) verdaut war, ohne dass danach spielerisch bei den Gästen schon wieder alles in Butter war.

Das emsige Bemühen um Initiative und Dominanz ermöglichte zwar eine optische Überlegenheit, doch es fehlte angesichts der prekären Ausgangssituation - nur mit einem Sieg konnte die Güven-Elf den vorzeitigen Abstieg vermeiden - die Ruhe am Ball und im Aufbauspiel. Beim herrlich herausgespielten 1:3 war sie da, als der Goalgetter eine Musterkombination über Freund und Herpe nur noch zu vollenden brauchte (62.).

„Die Mannschaft hat Willen gezeigt und ist dran geblieben“, freute sich der FCS-Coach über das erfolgreiche Nachsetzen. Dokumentiert auch durch das 1:4 durch Fabian Seck (68.), ein mustergültiger Kopfball des Innenverteidigers nach einer Herpe-Ecke. Bei weiteren Chancen hätten Kapitän Herpe (76. Pfostenschuss) und Timo Brauroth (77. Direktabnahme) sogar noch das halbe Dutzend vollmachen können. Gegen einen Gegner, seit der 67. Minute durch Dawids Verletzung nur noch zu Zehnt, der längst aufgegeben hatte.

Und am letzten Spieltag (beim TSV Rothwesten) für die Schwälmer Schicksal spielen könnte. Da muss der 1. FC Schwalmstadt (gegen Johannesberg) wieder gewinnen. Diesmal aber mit der wertvollen Erfahrung, dass er trotz Anlaufzeit diesem Druck standhalten kann. 

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