Kreispokal

Finale gegen Wabern: Für Besse ist es das erste Mal

17 Pokalwettbewerbe auf Schwalm-Eder-Ebene hat‘s gedauert, jetzt ist es passiert: Mit dem TSV Besse ist der erste Kreisoberligist in das Endspiel eingezogen. Und hat damit schon mal Geschichte geschrieben, die er im heutigen Endspiel gegen den TSV Wabern (Freitag 18.30 Uhr in Wasenberg) um ein glorreiches Kapitel erweitern kann.

Schwalm-Eder - Nicht von ungefähr. Seit 26 Spielen ist die Mannschaft von Andreas Wenderoth, der die Edermünder im Januar 2018 übernahm, 2019 in die Kreisoberliga führte und in der kommenden Saison die Gruppenliga anpeilt, ungeschlagen. Darunter die letzten vier Pokalspiele, in denen der TSV nur ein einziges Gegentor kassierte und mit dem FV Felsberg/Lohre/Niedervorschütz sowie der SG Brunslar/Wolfershausen zwei Gruppenligisten aus dem Wettbewerb warf.

Eine Serie, die, so der Trainer, „für Selbstvertrauen“ sorgt, aber auch „Druck“ erzeugt. Denn: „Die Euphorie im Umfeld ist durchaus mit einer gewissen Erwartungshaltung verbunden.“ Drum tritt der 50-Jährige vorsorglich schon mal auf die Euphoriebremse, erklärt seine Mannschaft im Finale „zum klaren Außenseiter“.

Und hat dafür neben der Höherklassigkeit des Gegners auch personelle Gründe. Torjäger Dennis Kornetzki, Sebastian Opl, der Siegtorschütze im Halbfinale, sowie Torwart Sebastian Finke und Sven Grünwald fehlen urlaubsbedingt, Maurice Abel ist angeschlagen. Dafür wird Marvin Schramm zwischen den Pfosten stehen, Viktor Ziegler und Leroy Bawuah rücken in die Stammelf.

Die Taktik ergibt sich aus dieser Ausgangsposition. „Das Spiel so lange wie möglich offen halten“, ist das Ziel von Andreas Wenderoth, was aber nicht bedeutet, dem torhungrigen Gegner komplett die Initiative zu überlassen. Mit Mittelfeldpressing sollen ihm die Räume für seine kreativen Offensivaktionen genommen werden.

Herpe-Elf schon in Torlaune

Patrick Herpe weiß, was auf seine Jungs zukommt. „Wir werden sicherlich mehr Ballbesitz haben, müssen aber auch die entsprechenden Lösungen finden, um die kompakte Besser Defensive zu knacken“, erklärt Waberns Spielertrainer. Durchaus zuversichtlich, schließlich hat das 4:1:4:1-System des TSV von Spiel zu Spiel besser geklappt.

Die Chancenverwertung war schon im Viertelfinale beim 3:0 in Homberg exzellent, doch im Halbfinale (6:2 in Mengsberg) wirbelten die offensiven Fabian und Florian Korell, Marius Rohde und Martin Mühlberger sowie Herpe selbst als variabler Stoßstürmer schon fast wie zu besten Waberner Zeiten. „Da gab es wirklich nicht viel zu verbessern“, meint Patrick Herpe.

Dazu dürfte der Pokalehrgeiz seiner Mannen, von denen allerdings einige angeschlagen sind (Maximilian Korell, Niklas Müller, Jan-Luca Schmeer, Florian Korell und Jakob Splietorp), dem des aufmüpfigen Außenseiters nicht nachstehen. Die Erinnerung an das 2020 verlorene Endspiel (1:2 gegen Gudensberg) ist noch frisch. Somit lässt der dritte Pokaltriumph seit 2008 weiterhin auf sich warten. Für Herpe durchaus „eine Motivationshilfe“. Genauso wie die lange Serie des Gegners, die es zu brechen gilt.

Bewährungsprobe: Offensivkraft Leroy Bawuah (rechts) rückt in die Stammelf des TSV Besse, der im Endspiel auf seinen Torjäger Dennis Kornetzki verzichten muss.

Rubriklistenbild: © Richard Kasiewicz

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