Dank Neuzugängen erwartet Trainer Weinzierl heißen Kampf um die Stammplätze

Frauen-Verbandsliga: Neuling Obermelsungen peilt die Aufstiegsrunde an

Karl-Martin Weinzierl, Trainer des TSV Obermelsungen
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Karl-Martin Weinzierl

Als Aufsteiger in die Fußball-Verbandsliga der Frauen peilt der TSV Obermelsungen erstmal den Klassenerhalt an.

Obermelsungen – Das Saisonziel mutet, zumindest für einen Aufsteiger, doch recht ambitioniert an. Dritter wollen die Fußballfrauen des TSV Obermelsungen werden, die als souveräner Gruppenliga-Meister – zehn Siege aus zehn Spielen – die Rückkehr in die Verbandsliga Nord schafften.

Doch Karl-Martin Weinzierl relativiert. „Gemeint ist der dritte Platz in der Vorrunde in einer der beiden Siebenerstaffeln“, erklärt der TSV-Trainer, „denn der berechtigt zu den Aufstiegsspielen in die Hessenliga, so dass wir mit dem Abstieg dann nichts zu tun hätten.“ Bei diesem neu geschaffenen Modus (statt einer durchaus möglichen 14er Staffel) trifft der Neuling zunächst auf SG Angelsburg, SV Anraff, SG Landau/Wolfhagen, TSV Jahn Calden II, TSV Korbach und DFC Allendorf/ Eder.

Um gegen diese Mannschaften mithalten zu können, hat der 66-Jährige mit seinem insgesamt vierköpfigen Trainerteam – neben dem B-Lizenz-Inhaber Co-Trainer Nils Engelhardt, Athletiktrainer Ralf Wiederhold und Torwarttrainer Klaus Stock – in der Vorbereitung besonders an der Technik seiner Schützlinge und am (modifizierten) Spielsystem gearbeitet. Mit einem 20er Kader, in dem der Bayer einen „heißen Konkurrenzkampf um die Stammplätze“ erwartet. Auch dank insgesamt 23 Neuzugängen (darunter mehrere Rückkehrerinnen und zehn Jugendliche), wovon acht für die erste Mannschaft in Frage kommen.

Für die linke Außenbahn im Mittelfeld die Hessenliga erfahrene Malin Wagner (vom TuS Viktoria Großenenglis), als Abräumerin bzw. Sechser Rückkehrerin Derya Völker (von FSK Vollmarshausen), und die reaktivierte Elli Dück sowie in der Offensive die türkische Gehörlosen-Nationalspielerin Sümeyye Merdivan (TSG Wilhelmshöhe, früher SC Edermünde), Dilara Dulda (vom FSV Kassel) und Aylin Hamurcu (aus der Türkei), die dank ihrer „Kaltschnäuzigkeit“ laut Weinzierl eine „Führungsspielerin“ werden kann. Von den zahlreichen Talenten haben derzeit Leonie Greif und Leonie Kühlborn die besten Karten.

Sturmpartnerin für Pia Karime gesucht

Allerdings: Die personelle Basis für das angestrebte 3:5:2-System bilden die Leistungsträgerinnen der ungeschlagenen Aufstiegsmannschaft. Gesetzt sind etwa Aysun Aygün, Janina Hupfeld, Janne Konetzka und Lena Alhelm für die Dreierkette. Svenja Boge – in der letzten Saison mit 13 Treffern zweitbeste Torschützin des TSV – wird zentral im Fünfer-Mittelfeld mit allen Freiheiten nach vorn agieren und die Sturmpartnerin von Torjägerin Pia Karime (19 Treffer)) wird noch gesucht.

Ziel ist es, ein lautintensives Pressing mit blitzschnellem Umschalten praktizieren zu können oder auch, wenn nötig, das Spiel zu kontrollieren. „Das kommt auf die Gegner an“, sagt Trainer Weinzierl, der darüber hinaus perspektivisch denkt bzw. arbeitet, „denn irgendwann wollen wir auch mal in die Hessenliga zurück.“

In dieser Saison hat der stressfreie Klassenerhalt Priorität. Sollte der mit dem Erreichen der Aufstiegsrunde wie angepeilt vorzeitig erreicht sein, könnten die Obermelsungerinnen ja schon mal üben, nach den Sternen zu greifen. (ohm)

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