Eingespielter Kader als Trumpf

FSG Gudensberg fiebert Premiere in der Fußball-Verbandsliga entgegen

Heiß auf die Verbandsliga: (von oben nach unten jeweils von links) Christian Dobler-Eggers, Trainer Andre Fröhlich, Can Rommel, Daniel Rein, Noah Jäger und Lewis Eguavoen wollen sich mit der FSG Gudensberg beweisen.
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Heiß auf die Verbandsliga: (von oben nach unten jeweils von links) Christian Dobler-Eggers, Trainer Andre Fröhlich, Can Rommel, Daniel Rein, Noah Jäger und Lewis Eguavoen wollen sich mit der FSG Gudensberg beweisen.

Die Lust ist gigantisch groß. Die Chance da, sich erstmals in der Vereinsgeschichte in der Fußball-Verbandsliga zu beweisen. Nach drei Aufstiegen seit 2017 steht die FSG Gudensberg mit einem eingespielten Team um viele Eigengewächse vor ihrer bislang größten Aufgabe.

Gudensberg – „Das Gerüst bleibt, weil sich die Jungs weiterhin bei uns pudelwohl fühlen. Zudem haben wir uns punktuell verstärkt und sind somit in der Breite und Spitze besser aufgestellt“, betont FSG-Coach Andre Fröhlich. Durchaus mit Stolz, dass etwa der (auch fußballerisch) überragende Torwart Tom Stieghorst, Abwehrchef und Kapitän Julian Lauterbach, die emsigen Mittelfeldspieler Carlos Rohmann und Till Dünzebach oder Stürmer Tom Siebert sich ausschließlich „ihrer“ FSG widmen, obwohl die Interessanten durchaus Schlange stehen.

Zu diesem konstanten Quintett gesellen sich acht Neue, von denen Christian Dobler-Eggers die meiste Erfahrung mitbringt. Als Defensivspezialist, der beim SSV Sand, Melsunger FV und FC Körle seine Tauglichkeit für die Liga bereits seit 2011 beweist. „Eine top Verstärkung, menschlich wie sportlich“, lobt Fröhlich und hat den 28-Jährigen ebenso wie Rechtsverteidiger Daniel Frank zum spielenden Co-Trainer befördert.

Neue Spielertypen sind für den Sturm gekommen

Drei Jahre in dieser Doppelfunktion war bislang Matthias Tropmann, der indes keinen Groll hegt für die Entscheidung. Im Gegenteil: „Diese neuen Impulse tun uns gut. Die Verbandsliga ist für uns ein enormer Schritt“, sagt der Instinktfußballer, dessen technische Qualitäten weiterhin gefragt sind.

Mit Can Rommel und Daniel Rein erhöhen zwei Jungspunde die Möglichkeiten im Angriff. Der 21-jährige Rommel möchte seine Chance im zweiten Anlauf nutzen, nachdem er bis zur A-Jugend Treffer um Treffer garantierte. Ausgestattet mit einem satten Schuss und Mut in den Eins-gegen-Eins-Duellen ist er ein anderer Spielertyp als die bisherigen Torjäger. Die beiden pfeilschnellen Nico Döring und Tom Siebert. Alternativ bietet sich Rein als Kopfballspezialist mit Gardemaß von 1,95 Metern an.

Breiter Kader wichtig für 34 Spiele

Die übrigen Neuen sollen sich eher in der Defensive beweisen. Noah Jäger etwa, der ähnlich gute Gene wie Vater Rainer und Onkel Frank Jäger erhalten hat und auf der Sechs neben Rohmann tolle Ansätze in den Zweikämpfen zeigt. Der schnelle Philipp Göttig ist ein Kandidat für die Außenbahn. „Wir werden alle Spieler im Kader brauchen, denn die Saison ist mit 34 Partien lang“, sagt Fröhlich. Und setzt im Training aktuell beim Verteidigen von ruhenden Bällen an.

Taktisch bleibt das 3:4:1:2-System erste Wahl, in dem sich die FSG den Aufstieg holte. „Das gibt uns Sicherheit, auch wenn wir an einer Alternative arbeiten“, erklärt der Meistermacher. Und peilt noch vor dem Saisonstart das Double an. Denn nach der erstmaligen Qualifikation für die Verbandsliga mischt Gudensberg im Kreispokal mit. Den gewann die FSG noch nie. Am 23. August gilt es im Halbfinale bei Gruppenligist SG Kirchberg/Lohne/Haddamar. Und die Lust darauf steigert sich beim Fröhlich-Team von Tag zu Tag. (Sebastian Schmidt)

Sechs Absteiger sind wahrscheinlich

Nach dem freiwilligen Rückzug des Melsunger FV treten erneut zwei heimische Fußball-Vereine in der Verbandsliga an. Neben dem FC Körle kämpft Aufsteiger FSG Gudensberg erstmals um die Nummer Eins im Kreis. Los geht es für Körle am 5. September bei Türkgücü Kassel, für Gudensberg einen Tag später gegen den FC Eichenzell. Das erste Derby steigt am 11. Oktober in der Körler Schwarzwald-Kampfbahn. Das Rückspiel in Gudensberg ist am 11. April. Die Hinrunde geht bis zum 29. November. Eventuell ausgefallene Spiele nachzuholen ist bis zum 13. Dezember möglich. Saisonende ist der 13. Juni. Nur der Meister steigt auf. Die Aufstiegsrunde ist ausgesetzt. Die Anzahl der Maximal-Absteiger wurde auf sechs festgelegt. Und das ist bei 18 Teams auch zu erwarten. 

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