Verbandsliga: Milloshaj macht Unterschied

FSG Gudensberg verkauft sich trotz 0:3 gegen OSC Vellmar teuer

Volltreffer: Vellmars Egli Millshaj (am Ball) war von Pascal Hillebrand und der FSG Gudensberg nicht zu stoppen und erzielte alle Tore beim 3:0-Auswärtssieg des OSC im Weinbergstadion.
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Volltreffer: Vellmars Egli Millshaj (am Ball) war von Pascal Hillebrand und der FSG Gudensberg nicht zu stoppen und erzielte alle Tore beim 3:0-Auswärtssieg des OSC im Weinbergstadion.

Auf den ersten Blick ist es ein krasser Fehlstart. Auf den zweiten Blick fällt auf, dass es der Fußball-Verbandsligist FSG Gudensberg bisher mit den drei vermeintlich stärksten Gegnern zu tun hatte. Und auf den dritten Blick wird klar, dass sich die FSG dreimal teuer verkauft hat.

Gudensberg – Fakt ist aber auch, dass es im dritten Saisonspiel die dritte Niederlage gab. Dem OSC Vellmar unterlag die Mannschaft von Trainer Andre Fröhlich mit 0:3 (0:1). Trotzdem war Fröhlich mit der Leistung seines Teams zufrieden. Der Trainer kritisierte nichts und lobte vor allem die leidenschaftliche Defensivarbeit, die den favorisierten Gästen in der ersten Halbzeit nur wenige Torchancen gewährte.

„Mir hat zudem gefallen, dass wir unsere Überzahl im Mittelfeld zu einigen ansehnlichen Kombinationen genutzt haben“, sagte der 31-Jährige, der vor allem Torwart Tom Stieghorst sowie Nico Döring, Philipp Wissemann und Jannik Turtl in der Offensive vermisste.

Torwart Orth pariert mehrfach prächtig

Stieghorsts Fehlen machte sich in der 22. Minute bemerkbar, denn Maurice Sauer ermöglichte dem überragenden Vellmarer Mittelfeldspieler Egli Milloshaj den ersten seiner drei Treffer. Weil Gudensbergs Ersatztorwart den Ball nach einer Ecke von Janik Ziegler passieren ließ, hatte Milloshaj keine Mühe, seine Mannschaft per Kopf mit 1:0 in Führung zu bringen. Auf der anderen Seite parierte Torwart Tobias Orth Till Dünzebachs platzierten Schuss von der Strafraumgrenze (38.).

In der zweiten Halbzeit wurde deutlicher, in welcher Mannschaft mehr individuelle Klasse steckt. Zunächst krönte Milloshaj eine unwiderstehliche Kombination mit seinem zweiten Treffer (55.), und in der 73. Minute war der 27-Jährige erneut per Kopf erfolgreich. Nachdem ausgerechnet Torjäger Serkan Aytemür die größte Vellmarer Torchance ausgelassen hatte (75.), hätte Tom Siebert seine gute Leistung mit dem Ehrentreffer krönen können, doch Orth war erneut auf dem Posten.

Tom Siebert Alleinunterhalter

Ansonsten wurde Vellmars Defensive nur noch selten geprüft, weil Siebert vorn den Alleinunterhalter spielen musste. Die sechs Gudensberger Mittelfeldspieler scheuten den Weg in den gegnerischen Strafraum, weil sie nach einem Ballverlust die gefährlichen Vellmarer Konter fürchteten. Auch deshalb hofft Fröhlich, dass Döring bald wieder fit wird, denn dann wäre der schnelle 20-Jährige Sieberts idealer Sturmpartner.

Zudem sind die künftigen Aufgaben vermutlich lösbarer als die bisherigen Prüfungen. Am kommenden Samstag gastiert die FSG bei der SG Hombressen/Udenhausen, und eine Woche später steht das Heimspiel gegen den SV Türkgücü auf dem Programm. „Uns sollte niemand abschreiben“, sagt Fröhlich. (Gerd Brehm)

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