Verbandsliga:

FSG Gudensberg verliert nach 3:1-Führung noch 3:4 gegen SC Willingen

Aller Einsatz war vergebens: Fabian Otto (r. hier vor Christian Kuhnhenne am Ball) und die FSG Gudensberg mussten eine bittere Niederlage einstecken.
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Aller Einsatz war vergebens: Fabian Otto (r. hier vor Christian Kuhnhenne am Ball) und die FSG Gudensberg mussten eine bittere Niederlage einstecken.

Die Bilder sprachen Bände. Da trommelte der sonst so besonnene Willinger Coach Dardan Kodra vor Freude auf den Rasen. Da vollführten seine Spieler Jubelsprünge. Und da sanken auf der Gegenseite der einmal mehr herausragende Kapitän Julian Lauterbach und Flügelflitzer Philipp Wissemann gen Boden und mochten minutenlang nicht mehr aufstehen.

Gudensberg – Zu tief saß der Schmerz, nachdem sie mit der FSG Gudensberg im Kellerduell der Fußball-Verbandsliga gegen den SC Willingen eine 3:1-Führung verspielt hatten. Um in letzter Minute beim 3:4 (2:1) die dritte Niederlage in Folge zu kassieren. Allerdings: Überraschend kam der neuerliche Genickschlag nicht. Zu schwer wogen die acht Ausfälle bei der FSG, während Willingens Coach Kodra personell die Qual der Wahl hatte. Erkältet angeschlagen konnten die Gudensberger Leistungsträger Christian Dobler-Eggers und Tim Prüfer nur wenige Minuten eingewechselt mitwirken.

Janis Wunsch, der eine ordentliche Premiere über 90 Minuten gab, und der reaktivierte Daniel Frank, verteidigen dafür an der Seite Lauterbachs. Und hatten viel zu tun, weil bei den Gästen Sebastian Butz, Florian Heine und der überragende Jonathan Vach ständig die Positionen im 4:2:3:1-System um Spielmacher Jan Henrik Vogel wechselten.

Zwei Treffer aus dem FSG-Lehrbuch

Willingen hatte mehr Ballbesitz, die Gudensberger jedoch zunächst Erfolg. Zwei Treffer aus dem FSG-Lehrbuch sorgten jeweils für eine Führung. Can Rommel presste erfolgreich, Philipp Göttig schaltete blitzschnell um und schickte Tom Siebert auf die Reise. Aktuell die beste Idee im Weinbergstadion. Ein Sprint, ein Schuss – 1:0 (8.). Göttig fand bei seinem Startelfdebüt Gefallen daran, Siebert in Szene zu setzen. Nach Vorarbeit von Frank und Lukas Illian ließ er auf Zuspiel von Rechtsverteidiger Göttig das 2:1 folgen (19.). Bereits Sieberts zehnter Saisontreffer. Zudem die passende Antwort auf den zwischenzeitlichen Ausgleich von Vach, der ebenso wie Passgeber Fynn Butterweck zu viel Raum beim 1:1 hatte (14.).

Es sollte noch besser kommen für die FSG. Zum dritten Mal nach dem Schema Göttig auf Siebert. Diesmal wurde der Stürmer allerdings beim Abschluss von Torwart Wilke zu Fall gebracht. Illian behielt vom Punkt die Nerven - 3:1 (48.). „Unser Plan ist über weite Strecken aufgegangen. Aber dann haben wir dumme Gegentore nach Standards gefangen, wo wir schlecht verteidigten“, haderte Coach Andre Fröhlich. Zunächst bedankte sich Nick Bärenfänger über viel Platz nach einer Butterweck-Ecke mit dem 3:2 (53.), ehe ein Freistoß von Vogel abgefälscht zum 3:3 einschlug (64.).

Vachs Tor in der 89. Minute entscheidet

„Je länger das Spiel dauerte, desto weniger Kraft hatten wir“, wusste Fröhlich. Dessen Gegenüber war stolz wie Bolle ob der Moral und Geduld seiner Mannschaft. „Wir haben den Gegner müde gespielt. Das 4:3 war die Krönung“, frohlockte Kodra. Und herzte Jonathan Vach, dessen Drehschuss das Kellerduell in der 89. Minute entschied. Mit der Wirkung, dass allein die glückseligen Gäste lauthals mitsingen konnten, als der Vicky-Leandros-Klassiker „Ich liebe das Leben“ durchs Weinbergstadion hallte. (Sebastian Schmidt)

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