Verbandsliga: Sonntag in Ehrenberg

FSG Gudensberg verliert verdient 0:2 gegen den SSV Sand

Da war’s passiert: Nach einer Maßflanke von Antonio Bravo Sanchez trifft Pascal Itter (Mitte) zum 1:0 für Sand. Gudensbergs Torwart Tom Stieghorst (l.) ist ebenso machtlos wie Till Dünzebach (Nummer 6) und Julian Lauterbach (5). Auch SSV-Kapitän Steffen Bernhardt schaut zu.
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Da war’s passiert: Nach einer Maßflanke von Antonio Bravo Sanchez trifft Pascal Itter (Mitte) zum 1:0 für Sand. Gudensbergs Torwart Tom Stieghorst (l.) ist ebenso machtlos wie Till Dünzebach (Nummer 6) und Julian Lauterbach (5). Auch SSV-Kapitän Steffen Bernhardt schaut zu.

Die kleine Serie der FSG Gudensberg ist futsch: Nach fünf ungeschlagenen Spielen in der Fußball-Verbandsliga – bei allerdings vier Unentschieden – unterlag der Aufsteiger von 2020 im Nachbarschaftsduell dem SSV Sand vor 300 Zuschauern mit 0:2 (0:1).

Gudensberg – Und erwischte dabei einen arg gebrauchten Abend. „Wir waren nicht so gallig und fokussiert wie zuletzt. Zu viele Spieler haben nicht ihre beste Leistung abrufen können, so dass es gesamtheitlich nicht gepasst hat“, erklärte FSG-Coach Andre Fröhlich, der lediglich mit den Anfangsphasen beider Halbzeit einverstanden war. Das lag zunächst auch daran, dass die Gäste eine defensivere Grundordnung gewählt hatten. Als Reaktion auf die 1:4-Niederlage im Derby gegen den FSV Dörnberg, die wegen der Verletzungen von Felix Mertsch und Marvin Urban doppelt bitter war.

„Das muss man erstmal so wegstecken. Wir haben sehr diszipliniert agiert und dem Gegner den Wind aus den Segeln genommen“, lobte SSV-Coach Mario Deppe sein Team, das die reifere Spielanlage zeigte. Zunächst setzten der giftige Leon Koch (links) und der dynamische Jan-Philip Schmidt Akzente auf den Flügeln. Wo sie ebenso viele Freiheiten genossen wie Antonio Bravo Sanchez im Zentrum. So kam es nicht von ungefähr, dass der Spanier die Führung auf den Weg brachte. „Das macht so keiner in der Klasse“, frohlockte Deppe mit Blick auf die eleganten Haken, mit denen sich der 31-Jährige aus dem Strafraum fallen ließ, um blitzschnell aufzudrehen und eine Maßflanke zu schlagen, die Pascal Itter per Kopf eiskalt verwertete, nachdem er sich aus dem Rücken der Abwehr gestohlen hatte (28.).

Abseitsentscheidung sorgt für Ärger

Beinahe hätte Gudensberg prompt geantwortet. Nach Vorarbeit von Lukas Illian und Can Rommel hätte Tom Siebert einschieben können – doch der gut aufgelegte Leon Winkelheide klärte den Querpass im letzten Moment (32.). Noch besser aus FSG-Sicht war nur noch ein Angriff. Der zugleich größte Aufreger der Partie. Die Szene, in der Assistent Konstantin Kliebe zum Entsetzen der Hausherren auf Abseits entschied (54.). Ein Fehler, denn Siebert wäre regelkonform – weil Verteidiger Simon Kauf einen Moment zu spät aufgerückt war – nach geschickter Balleroberung Philipp Wissemanns samt Steckpass im richtigen Moment frei auf das Tor zugelaufen. Seiner Paradedisziplin.

Was folgte, waren 15 hitzige Minuten, in denen der ebenso kommunikationsfreudige wie souveräne Schiedsrichter Felix Berger und sein Gespann gefordert wurden. Doch weil es ein gebrauchter Abend für die FSG war, wurde ihr schnell der Stecker gezogen. Durch den Mann, der eigentlich vom Feld wollte, weil ihn der Oberschenkel zwickte: Jan-Philipp Schmidt. Der 26-Jährige biss kurz auf die Zähne und lochte nach feiner Vorarbeit von Steffen Bernhardt und Itter ein (69.). „Da verlieren wir fünf Zweikämpfe in Folge“, haderte Fröhlich.

Wochen der Wahrheit stehen an

Viel Zeit, die „verdiente Niederlage“ abzuhaken, hat der Gudensberger Trainer nicht, denn schon am Sonntag steht die nächste wichtige Aufgabe an. Der Auftakt von drei richtungsweisenden Partien, weil die SG Ehrenberg (So. 15 Uhr), der SC Willingen (9. Oktober) und die TSG Sandershausen (17. Oktober) sind drei Gegner, die die FSG schlagen kann und sollte. „Sonst fallen uns die vielen Unentschieden auf die Füße“, weiß Fröhlich und erwartet, „dass wir uns nicht nochmal so leicht den Schneid abkaufen lassen. Ehrenberg ist mit die zweikampfstärkste Mannschaft der Liga“. Allerdings stellt die SG aus der Rhön mit erst zehn Toren auch das ungefährlichste Team der Klasse. Seine Startelf wird Fröhlich auf zumindest einer Position umbauen, weil Carlos Rohmann Urlaub macht. (Sebastian Schmidt)

FSG: Stieghorst - Prüfer, Dobler-Eggers, Lauterbach, Jäger, Wissemann - Rohmann, Dünzebach (77. Wunsch) - Rommel (76. Otto), Illian - Siebert (85. Kahlan).

SSV: Christof - Topsakal, Winkelheide, Kauf, Si. Bernhardt - Schmidt (73. Kühne), Dzaferi, St. Bernhardt, Koch - Bravo Sanchez - Itter (85. Oliev).

SR: Felix Berger (Herleshausen). Z: 300.

Tore: 0:1 Itter (28.), 0:2 Schmidt (69.).

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