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FSG Gudensberg verspielt sieben Führungen und überwintert auf vorletztem Platz

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Von: Sebastian Schmidt

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Zum Haare raufen: Andre Fröhlich und die FSG Gudensberg kassierten viele Nackenschläge.
Zum Haare raufen: Andre Fröhlich und die FSG Gudensberg kassierten viele Nackenschläge. © Richard Kasiewicz

Sie hatten richtig Bock auf die Saison. Wollten sich in der Verbandsliga beweisen. Ermutigt durch den ersten Anlauf in Hessens zweithöchster Spielklasse, als die Fußballer der FSG Gudensberg aus zehn Spielen zwölf Punkte bis zur Annullierung sammelten.

Gudensberg – Doch nach der ersten vollständigen Halbserie ihrer Verbandsliga-Zugehörigkeit herrscht beim Aufsteiger von 2020 Ernüchterung. Nach nur acht Zählern ist der angestrebte Klassenerhalt in weite Ferne gerückt. Unsere Bilanz und ein Ausblick in Stichworten.

Der Transfersommer

„Ich hätte mir schon einen größeren Kader gewünscht“, macht Trainer Andre Fröhlich deutlich. Um zu betonen, dass der Vorstand und er alles getan haben, Verstärkungen im Rahmen der (finanziellen) Möglichkeiten zu generieren. 70 Spieler hätten sie kontaktiert. Zehn kamen in die engere Auswahl. Verpflichtet wurden schließlich der technisch versierte Lukas Illian (Wattenbach) und Maurice Sauer (Fritzlar) als zweiter Torhüter. Schwer wogen die Abgänge der Stabilisatoren Andrej Lang (Englis) und Daniel Frank (Karriereende), der sich immerhin noch ein paar Mal zur Verfügung stellte.

Der Auftakt

Sieben Monate Spiel- und Trainingspause endeten am 8. Juni. Mit der bitteren Erkenntnis für den Coach, „dass in der ersten Jahreshälfte die Laufpläne nicht so angenommen wurden wie ich mir das vorgestellt hatte. Letzte Saison waren wir deutlich fitter“ Das Pokalaus in Brunslar (0:3) und zwei Testspielniederlagen (0:2 gegen Homberg, 1:2 in Obermelsungen) waren erste Indikatoren, was der FSG „droht“. Denn der Auftakt hatte es in der Verbandsliga in sich. Mit den Partien gegen CSC 03 Kassel (1:2), SG Bad Soden (1:3) und OSC Vellmar (0:3) hatte es Gudensberg an den ersten drei Spieltagen mit ausschließlich Mannschaften zu tun, die nun unter den Top 4 überwintern und den Aufstieg unter sich ausmachen werden.

Die Führungsmisere

In 50 Prozent aller Spiele ist Gudensberg in Führung gegangen. Sicherheit gab das fast nie. Nur beim 6:1 gegen Schlusslicht FSV Thalau folgte ein Sieg. Die weiteren Ergebnisse: jeweils 1:3 in Bad Soden und in Sandershausen (nach 1:0), jeweils 1:1 in Hombressen, in Eichenzell und in Dörnberg (nach 1:0), 2:2 gegen Johannesberg (nach 2:1) sowie besonders bitter 3:4 gegen Willingen (nach 1:0 und 3:1). „Wir haben es nicht geschafft, über 90 Minute die Räume eng zu halten. Zudem haben wir durch fehlende Cleverness Punkte verschenkt“, hadert Fröhlich.

Die Personalsorgen

Nach den drei Niederlagen zum Start hatte die FSG ihre stärkste Phase, blieb fünfmal in Folge ungeschlagen. Jedoch mit dem Manko, zu viel unentschieden zu spielen. „Ergebnistechnisch konnten wir leider nicht mithalten, auch wenn wir nie hoch verloren haben“, erklärte Fröhlich, der die Saison in zwei Hälften einteilt. In die erste, in der es personell besser aussah (auch wenn Verteidiger Janik Turtl schon und Stürmer Nico Döring noch fehlte) und die die zweite, in der guter Rat teuer war. So verpassten etwa Döring (10), der lauffreudige Pascal Hillebrandt (9), Stammtorwart Tom Stieghorst, Senkrechtstarter Noah Jäger (beide 8) und Angreifer Can Rommel (5) verletzt bzw. erkrankt viele Spiele. Mit Kapitän Julian Lauterbach und Christian Dobler-Eggers standen nur zwei Akteure immer zur Verfügung und mussten 26 Mann eingesetzt werden.

Der Ausblick

Zu den Zielen für 2022 zählt es, sich von einer „enormen Abhängigkeit“ zu lösen. Denn 13 der 22 Tore gehen auf das Konto von Ausnahmekönner Tom Siebert. Alle anderen Akteure haben maximal zwei Treffer gelandet. „Tom hat sein Repertoire erweitert und kann etwa Bälle besser festmachen. Dennoch wäre es brutal wichtig, dass von anderen Positionen mehr Gefahr kommt“, betont Andre Fröhlich. Der wohl im Winter ohne externe Verstärkungen auskommen muss, aber als „Lichtblicke“ in Richtung eigenen A- und B-Jugend schaut, wo hoffnungsvolle Talente als jeweilige Kreispokalsieger in der Gruppenliga reifen. (Sebastian Schmidt)

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