Kirchberg/Lohne/Haddamar verteilt zwei Geschenke

FSG Gudensberg zieht nach 2:1 in Unterzahl glücklich ins Pokalfinale ein

Ball im Blick: Gudensbergs Can Rommel (Nummer 21) und SG-Kapitän Jannis Ehrhardt nach einem Zweikampf im Pokal-Halbfinale in Kirchberg.
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Ball im Blick: Gudensbergs Can Rommel (Nummer 21) und SG-Kapitän Jannis Ehrhardt nach einem Zweikampf im Pokal-Halbfinale in Kirchberg.

Mit mehr Glück als Können zog der Fußball-Verbandsligist FSG Gudensberg in das Kreispokal-Finale ein, in dem die Mannschaft von Trainer André Fröhlich am kommenden Samstag auf den TSV Wabern trifft. Im Halbfinale bei der SG Kirchberg/Lohne/Haddamar benötigte die FSG zwei großzügige Geschenke der Gastgeber, um 2:1 (1:1) zu gewinnen.

Kirchberg – Eric Poos und Moritz Ritter heißen die beiden Unglücksraben, die dem Gegner den Weg zum Sieg ebneten. Poos geriet in der 17. Minute eine Rückgabe auf Torwart Christoph Rausch zu kurz, Tim Prüfer schaltete schnell und erzielte den Treffer zum 1:1-Ausgleich. Und Ritter grätschte in Nico Dörings Querpass, erwischte Rausch auf dem falschen Fuß und war mit seinem Eigentor somit der Schütze des entscheidenden Treffers (55.). Damit spielte es keine Rolle mehr, dass Spielertrainer Paul Graf seine SG bereits in der fünften Minute in Führung gebracht hatte. Graf verwandelte einen Elfmeter, nachdem er selbst von Torwart Tom Stieghorst gefoult worden war.

„Die bessere Mannschaft hat verloren“, sagte der Spielertrainer. Seine SG überzeugte vor allem in der Defensive, denn Gudensbergs Stürmer Tom Siebert und Nico Döring kamen kaum zum Zuge. Allerdings durfte Siebert nur 35 Minuten mitspielen, ehe er um einen Platzverweis regelrecht bettelte und schließlich von Schiedsrichter Sascha Bauer erhört wurde. Gelb sah Siebert, nachdem er eine Entscheidung des Unparteiischen kritisiert hatte, und Gelb-Rot war fällig, als sich der FSG-Stürmer auch anschließend nicht beruhigte.

Gudensberg zeigt mit zehn Mann Moral

„Von da an ging es nur noch um den Einzug in das Finale“, sagt Fröhlich, der kein Hadern mit Siebert duldete und in der Halbzeitpause Klartext redete: „Wenn ein Spieler einen Fehler macht, dann müssen die anderen zehn Akteure diesen Fehler ausbügeln.“

Gesagt, getan. Sieberts Kollegen kontrollierten die SG-Offensive so effektiv, dass die Gastgeber nur noch einmal gefährlich wurden. Das war bei Schmidts Volleyschuss, der in der 65. Minute die Torlatte streifte. Ansonsten war es wohl das Resultat, das Fröhlich milde stimmte. „Ich kritisiere die Mannschaft nicht“, sagte der Trainer und deckte somit den Mantel des Schweigens über zahlreiche Schwächen. (Gerd Brehm)

Die Aufstellungen:

SG: Rausch - Beyer, Ehrhardt, Poos, Draude - Lachmann, Pfaar, Peter - Schmidt, Graf, Wissemann (eingewechselt: Ritter, Wicht)

FSG: Stieghorst - Prüfer, Dobler-Eggers, Lauterbach, Fink - Rohmann, Jäger, Rommel, Otto - Döring, Siebert (eingewechselt: Lang, Tropmann, Reinemann)

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