3. Liga

Für Gensungen und Baunatal geht es sofort ums Ganze

Arnd Kauffeld
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Arnd Kauffeld

Gen Westen zieht‘s die heimischen Handball-Drittligisten, wenn am 4. September die Saison eröffnet wird.

Gensungen/Baunatal - Genauer: Ins Rheinland (Longericher SC, TuS Opladen, Leichlinger TV, HSG Krefeld), ins Sauerland (SG Menden, TuS Volmetal, SGSH Dragons), ins Bergische Land HSG Bergischer Panther, VfL Gummersbach II) und ins Ruhrgebiet (TuSEM Essen II).Insgesamt besteht die Gruppe D aus 12 Teams, von denen sich nach der Vorrunde (jeder gegen jeden mit Hin- und Rückspiel) die ersten beiden Teams für die Aufstiegsrunde (ausgespielt in zwei Gruppen zu je sieben Mannschaften) qualifizieren. Um den Klassenverbleib kämpfen die Teams aller sieben Staffeln der Plätze sieben bis elf bzw. zwölf in fünf Gruppen, wovon die beiden Erstplatzierten in der Liga bleiben. Der Rest, frei von Abstiegssorgen, spielt um zwei Plätze im DHB-Pokal.

„Spannend und hoch interessant“ finden Arnd Kauffeld und Dennis Weinrich, Trainer der ESG Gensungen/Felsberg und von Eintracht Baunatal, unisono diesen Modus. Aber auch mit „viel Risiko“ (Weinrich) behaftet. Denn: „Es geht sofort ums Ganze. Ein Abtasten zu Saisonbeginn ist nicht möglich, denn wir müssen sofort punkten“ (Kauffeld).

Aus dem Modus, der dazu dient, die 3. Liga für die Saison 2022/2023 auf von 82 auf 69 Teams zu reduzieren, ergibt sich für beide Handball-Lehrer auch das Saisonziel: der sechste Platz. Beim GSV-Coach mit dem Zusatz, einen Rang vor den Edertalern, Aufsteiger 2020, zu landen.

Sein Kollege zählt den Nachbarn durchaus zu den Aufstiegsfavoriten, schließlich hatten die Baunataler bei Abbruch der Saison 2020/2021 als Tabellenführer 10:0-Punkte auf ihrem Konto. „Die Eintracht ist und bleibt für mich eine feste Größe“, erklärt Arnd Kauffeld, hält aber ansonsten eine seriöse Bewertung der weitgehend unbekannten Konkurrenz nicht für möglich: „Das ist für mich noch ein Buch mit sieben Siegeln.“

Brisanter Modus

Der Eintracht--Coach nimmt zumindest eine grobe Einschätzung vor. Statt seiner Mannschaft zählt er die HSG Krefeld („Die wollen und die müssen hoch“), die sich u.a. mit dem österreichsichen Nationalspieler Antonio Juric verstärkte, die SGSH Dragons, die schon in der letzten Saison zum Kreis der Titelfavoriten zählte, und den Longericher SC zu den Aufstiegsanwärtern. Vorsicht ist vor den Bundesliga-Reserven des VfL Gummersbach und von TuSEM Essen geboten, „auch wenn gegen beide Siege Pflicht sind“.

Auf das brisante Nordhessen-Derby müssen die heimischen Fans nicht lange warten: Bereits am zweiten Spieltag (11. September) ist Baunatal in Gensungen zu Gast. Arnd Kauffeld freut sich drauf, zumal dann auch wieder Zuschauer in die Kreissporthalle dürfen. In der letzten Saison war‘s ein Geisterspiel, das das Weinrich-Team mit 30:25 gewann.

Baunatal hat zuvor den TuS Volmetal zu Gast, die Edertaler müssen am ersten Spieltag bei den Bergischen Panthern antreten. Somit wird für Trainer Kauffeld das Auftakt- gleich zum „Hammerprogramm“. Passend zum Modus. Foto: fischer

Gens./Felsberg

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