Uwe Dunkelmann der alte und neue Vorsitzende - Gegner kritisieren lange Wege

Fusion der Handball-Bezirke

Der Vorstand des neuen Handballbezirks: (oben von links) Klaus Dieter Albert (Ehrenbezirksvorsitzender), Josef Semmelroth (HHV-Vizepräsident Recht), Klaus Reinecke (Beauftragter Methotik), Marcel Balk (Bezirksjungenwart), Holger Hartung (Bezirksjugendwart), Martin Abel (Bezirksrechtswart) und (unten) Dieter Landau (Bezirksschiedsrichterwart), Uwe Dunkelmann (Bezirksvorsitzender), Torsten Schmidt (Bezirkspressewart), Sandra Klapdor (Bezirksmädelwart) sowie Georg Meister (Bezirksspielwart). Es fehlen Otmar Volk (Bezirksfinanzwart), Albin Schicker (Vorsitzender Bezirkssportgericht), Klaus Stiegel (Vertreter Bezirkssportgericht). Foto:  Lumm/nh

Hersfeld-Petersberg. Der neue Handballbezirk steht. Aus den Bezirken Melsungen-Hersfeld und Fulda wurde auf dem Fusionshandballtag in Hersfeld-Petersberg der Bezirk Melsungen-Fulda. Dem gingen außerordentliche Bezirkshandballtage der neuen Partner voraus, auf denen die eigene Auflösung mit anschließender Vereinigung mit dem östlichen Nachbarn durchaus kontrovers diskutiert wurde. Am Ende fiel die Zustimmung (Melsungen-Hersfeld: 29 Vereine dafür, vier dagegen; Fulda: alle 12 dafür) doch recht deutlich aus.

Der neue Bezirksvorsitzende ist der alte: Uwe Dunkelmann, seit vier Jahren an der Spitze des Bezirks Melsungen-Hersfeld, wurde einstimmig (und ohne Gegenkandidaten) gewählt. „Mit der Fusion wird die Zukunft des Handballsports in der Region gesichert“, begründete er die Reduzierung auf nunmehr sieben Bezirke im Hessischen Handball-Verband. Wohlwissend, dass der Bezirk Fulda „allein kaum überlebensfähig gewesen wäre“, dass aber auch sein eigener Bezirk den Verlust von 50 Mannschaften in den letzten drei Jahren zu verkraften hatte.

Angesichts vorausgegangener Maßnahmen wie ein gemeinsamer Spielbetrieb der Jugend und der Frauen-Bezirksklass A sowie eine Zusammenlegung der Bezirksoberliga (Männer und Frauen) sei die Fusion ein „logischer Schritt“ mit weiteren Konsequenzen: Die Männer-Bezirksklasse A wird auf 14 Teams aufgestockt, bei der Frauen-Bezirksklasse A gibt es zukünftig nur noch eine Staffel, dafür wird eine Frauen-Bezirksklasse B eingeführt.

Die (vier) Fusionsgegner kritisierten die nun noch längeren Fahrten der Mannschaften zu den Serienspielen. „Das bedeutet besonders im Jugendbereich eine größere Belastung für die Eltern“, mahnte Dieter Clobes. Dem Leiter der ESG Gensungen/Felsberg wäre daher eine Fusion mit dem Handballbezirk Kassel/Waldeck lieber gewesen. Die ist langfristig allerdings keineswegs vom Tisch, gilt doch der aktuelle Zuschnitt der Handballbezirke allenfalls als „Übergangslösung“ (Dunkelmann).

Der (ehemalige) Vorsitzende des Bezirks Fulda, Klaus-Dieter Albert, wurde einstimmig zum Ehrenbezirksvorsitzenden gewählt. Ausrichter des Bezirkshandballtag 2018 ist DJK SSV Großenlüder. Der neue Bezirksvorstand, Bezirksvorsitzender: Uwe Dunkelmann (TSV Eintracht Böddiger), Bezirksspielwart: Georg Meister (TSV Röhrda), Bezirksjugendwart: Holger Hartung (SG 09 Kichhof), Bezirksfinanzwart: Otmar Volk (TG Rotenburg), Bezirksrechtswart: Martin Abel (Hünfelder SV), Bezirksschiedsrichterwart: Dieter Landau (TSV Bebra), Bezirkspressewart: Torsten Schmidt (TSV Bebra), Bezirksjungenwart: Marcel Balk (TSV Malsfeld), Bezirksmädelwart: Sandra Klapdor (TSV Ostheim), Vorsitzender Bezirkssportgericht: Albin Schicker (MT Melsungen), Vertreter Bezirkssportgericht: Klaus Stiegel (SV Melgershausen), Beisitzer Bezirkssportgericht: Gerhard Dilchert (TSG B.S. Allendorf), Stefan Hahner (FT Fulda), Herbert Grimme (Tuspo Zimmersrode), Dieter Clobes (E. Felsberg), Frank Böcher (TV Alsfeld), Peter Fäcke sen. (E. Böddiger), Vertreter Arbeitskreis-Ehrungen Verband: Kaus Dieter Albert (SG Petersberg). Kassenprüfer: Uwe Lohmann (RW Körle), Markus Karnoll (TSG Schlitz), Rainer Wollrath (TG Rotenburg).

Von Ralf Ohm

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