HFV-Verbandsvorstandssitzung:

Fußball: Saison soll in Hessen regulär zu Ende gehen

Wann zappelt der Ball wieder im Netz? Hessens Kicker müssen sich weiter gedulden.
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Wann zappelt der Ball wieder im Netz? Hessens Kicker müssen sich weiter gedulden.

Hessens Fußballer müssen flexibel bleiben. Sich in Geduld üben, wann sie sich wieder im sportlichen Wettkampf messen dürfen. Die Fortsetzung der Saison war jetzt Thema einer Verbandsvorstandssitzung des Hessischen Fußball-Verbandes (HFV).

Schwalm-Eder – Sicher ist: „Unser Ziel ist und bleibt es weiterhin, die Saison regulär zu Ende zu führen. Wir wollen so bald wie möglich auf den Platz zurückkehren“, erklärte Präsident Stefan Reuß. Keine Zweifel gibt es zudem am Modus: „Ein Wechsel des Spielsystems der Senioren ist innerhalb dieser Saison ausgeschlossen“, bekräftigt Vizepräsident Torsten Becker. Das hat auch rechtliche Gründe, weil auf den Verband mit Blick auf die Satzung sonst Klagen zukommen könnten. Somit erübrigen sich in diesem Bereiche sämtliche Gedankenmodelle wie etwa, Ligen zu teilen. Hierauf hatten sich unter anderem die Kreisoberliga Werra-Meißner, Verbandsliga der Frauen und verschiedene Klassen in Schleswig-Holstein im Sommer vorab festgelegt.

Stand jetzt soll es in den meisten hessischen Ligen am 7. März wieder losgehen. Die heimischen Kreisligen A sowie B 1, B 2, B 3 und B 5 würden am 21. März folgen. Mindestens drei Wochen Vorlauf für die Vorbereitung plant der HFV ein. „Grundsätzlich müssen wir uns vor Augen führen, dass der HFV zwar etwas Spielraum hat. Zunächst entscheidet jedoch die Politik, was in welcher Form wieder erlaubt ist“, betont Kreisfußballwart Gerhard Kubitschko.

Politik gibt Fußball die Richtung vor

Spielraum hieße etwa, die Saison über den 13. Juni hinaus zu verlängern. Das ist möglich, weil es in dieser Runde keine Aufstiegs- oder Relegationsspiele gibt. Das ist aber auch problematisch mit Blick auf die am 1. Juli beginnende Wechselperiode. Außerdem „muss es unser Ziel sein, dass wir die Saison 2021/22 halbwegs pünktlich beginnen“, wie Kubitschko bekräftigt.

Ein wesentlicher Faktor für einen pünktlichen oder wegen der Nachholspiele sogar denkbaren früheren Start ins Fußballjahr 2021 sind für Kreisfußballwart Kubitschko die Rahmenbedingungen. Nämlich, ob 250 (oder sogar mehr) Zuschauer zugelassen werden, nur 100 oder gar keine und auch kein Verkauf von Getränken oder Essen. „Amateurfußball definiert sich über Heimspiele. Profis können vielleicht mit Fernseheinnahmen durchkommen. Für unsere Vereine müssen wir aber ernsthaft überlegen, was noch akzeptabel ist und was eben nicht.“

Kreispokal könnte noch stattfinden

Hessenweit seien viele Klasse nicht miteinander vergleichbar. In Südhessen haben viele Vereine etwa Vorteile durch Kunstrasenplätze. Im Schwalm-Eder-Kreis sieht Kubitschko kaum Probleme für die Kreisligen. Dafür aber für die Kreisoberliga. Ärgerlich für die 16 Teams im Wettbewerb, dass der Melsunger FV seine zweite Mannschaft nicht vor der Runde zurückgezogen hat. Denn wären es vier Spieltage weniger gewesen. So steht mit dem MFV II zwar nach dreimaligem Nicht-Antritt der erste Absteiger fest, aber es sind noch 27 Spieltage durchzuführen. 17 reguläre, fünf Nachholspieltage wegen der Unterbrechung und deren fünf mit Beteiligung der SG Neukirchen/Röllshausen, die besonders durch Verdachtsfälle ausgebremst wurde.

Und erst, wenn Klarheit in puncto Ligabetrieb herrscht, möchte sich Gerhard Kubitschko dem Kreispokal widmen. „Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass wir ihn in dieser Saison noch über die Bühne bringen“, sagt der Kreisfußballwart. Dann vielleicht in Turnierform auf freiwilliger Basis im Juli. (sbs)

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