12:1 gegen Eintracht Edertal

Sensation: TSV Wabern schießt 11 Tore in nur 40 Minuten

Nicht zu stoppen: Fabian Korell (links, hier in der Relegation gegen Thalaus Burak Vardar) war ebenso wie Sturmpartner Emin Dag an sieben der zwölf Tore beteiligt. 
+
Nicht zu stoppen: Fabian Korell (links, hier in der Relegation gegen Thalaus Burak Vardar) war ebenso wie Sturmpartner Emin Dag an sieben der zwölf Tore beteiligt. 

Wabern. Es gibt Vereine, die erzielen in einer Halbserie keine elf Tore. Nach 4 Spieltagen in der Gruppenliga Kassel 1 haben erst drei Teams zweistellig getroffen. Dem TSV Wabern gelang so ein Kunststück.

Beim 12:1 (2:1) gegen Eintracht Edertal landete das Team in nur 40 Minuten elf Treffer.

Was war da denn los? „Wir haben einfach unser wahres Gesicht gezeigt. Wenn wir konzentriert sind, haben wir immer das Potenzial für solche Galas“, sagt TSV-Trainer Kim Sippel. Wie bereits gegen Kreisligist SC Riebelsdorf im Pokal (12:0) und im Gruppenliga-Derby bei der SG Kirchberg/Lohne (7:0) lief die Tormaschine auf Hochtouren. Bis zum Stand von 1:1 nach 44 Minuten fehlte jedoch die Präzision im Abschluss bei sechs hochkarätigen Chancen oder die Stürmer liefen „gefühlt 20 Mal“ (Sippel) ins Abseits.

Als Reaktion auf die zweite Saisonniederlage bei der bärenstarken FSG Gudensberg (1:3) drei Tage zuvor hatte Waberns Coach seinem Team mit auf den Weg gegeben, nicht mit den Schiedsrichtern zu hadern und sich an die Grundbausteine des Waberner Wegs zu erinnern: Spielfreude, Spaß und Teamzusammenhalt.

2:1 erst kurz vor der Pause

Mit dem 2:1 kurz vor dem Pausenpfiff hatte Niklas Müller den Knoten geöffnet, der im zweiten Durchgang vollständig zerschlagen wurde. Fast jede Kombination schlossen die Offensivakteure – zumeist Fabian Korell und Emin Dag – mit einem Torerfolg ab. Dabei bereiteten sich die Stürmer jeweils drei ihrer vier Treffer gegenseitig vor.

Dag, der vergangene Runde Torschützenkönig war, gelang in der 75. Minute das Tor des Tages, als er Eintracht-Schlussmann Gino Gumbel mit einem Schuss von der Mittellinie überwand. „So viele Tore in einer Halbzeit hab ich zuletzt in der Jugend erlebt. Aber uns wurde es auch richtig einfach gemacht“, gestand Ex-Löwe Korell, der mit jetzt schon zehn Treffern deutlich die Bestenliste anführt.

Die Leistungsexplosion könnte auch an der ungewöhnlichen Vorbereitung gelegen haben: Noch angefressen von der schwachen Vorstellung in Gudensberg ließ der Coach seinen Kader in der Einheit am Freitag eine Stunde allein trainieren. Das Aufwärmen hatte Angreifer Florian Korell übernommen. Sippel zog es vor, bei Wabern II in der Kreisoberliga das Tor zu hüten.

Ansage von Trainer Sippel

Nun wollen die Reiherwälder am Sonntag im Derby in Lohre anders als bei den Niederlagen in Körle (1:2) und Gudensberg nachlegen. „Wer jetzt wieder auf Wolke sieben schwebt, den grätsche ich im Training hüfthoch ab“, sagte Sippel augenzwinkernd.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.