Samstag nach Willingen

Für Körle war in Udenhausen mehr drin

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Eingeflogen: Pascal Vaupel (links, hier gegen Brunslar Fabian Tippel) biss in Udenhausen für den FC Körle angeschlagen auf die Zähne. 

Diesmal war mehr drin. Diesmal war der Gegner nicht übermächtig. Diesmal wäre ein Punktgewinn nicht unverdient gewesen. Aber schließlich war es wie fast immer. Der Fußball-Verbandsligist FC Körle verlor auch bei der SG Hombressen/Udenhausen 1:3 (0:2).

Und doch war vieles anders als an den vorangegangenen zwölf Spieltagen. Diesmal ermöglichte die Mannschaft des Trainerduos Tobias Fehr/Karl-Heinz Dobler nicht nur dem Gegner, sondern auch sich selbst einige gute Torchancen. Die erste hatte Dennis Alberding bereits in der vierten Minute, doch der quirlige Stürmer verfehlte sein Ziel knapp. Zehn Minuten später hatten die Körler ihr Deja-vu-Erlebnis. Wieder war es ein Konter. Wieder kam Alberding zum Abschluss, und wieder flog der Ball knapp am Tor vorbei.

Hombressens erste Chance versiebte Julian Oberenzer nach wenigen Sekunden, die zweite vergab Nils Hofmeyer (20.) und dann rückte wieder Oberenzer in den Blickpunkt. Zunächst verfehlte er sein Ziel knapp (22.), aber dann durfte der 25-Jährige jubeln. Als er allein vor Pascal Vaupel auftauchte, überwand er Körles Torwart mit einem Flachschuss. Und weil ein Unglück nur selten allein kommt, musste der FC vor der Pause den Treffer zum 2:0 durch Christoph Geule per Kopf hinnehmen (35.).

In den zweiten 45 Minuten dominierte auf beiden Seiten die Defensive. Kai Lenz sorgte für den Anschlusstreffer (65.), und Jonas Krohne stellte in der Nachspielzeit mit einem verwandelten Foulelfmeter den 3:1-Sieg der SG sicher. Da gab es für Vaupel nichts zu halten. Der 28-Jährige wollte wegen chronischer Hüftbeschwerden eigentlich eine Pause einlegen, stellte sich aber zur Verfügung, weil Mario Umbach, Dorian Röhl und Sven Sennhenn aus unterschiedlichen Gründen nicht zur Verfügung standen.

Mit Fanbus ins Brauhaus

Dobler spricht, übrigens wie sein Vorgänger Teame Andezion, oft davon, dass es weniger um die Resultate geht als um die Weiterentwicklung der Spieler. In dieser Hinsicht hatte er einen nicht unwesentlichen Fortschritt erkannt. „Wir haben mehr Torchancen kreiert als normalerweise“, sagte Körles Coach. Andere Probleme sind geblieben. Fehlende Handlungsschnelligkeit, ungeschickter Umgang mit dem Ball, Defizite beim taktischen Verhalten: Die Liste der Baustellen ist lang.

Und bis zum kommenden Spiel kaum zu bearbeiten, denn am Samstag (15.30 Uhr) steht die nächste Partie auf dem Programm. Beim Tabellenfünften SC Willingen und dann steht der Neuling vor einer noch schwereren Prüfung als bei der SG Hombressen/Udenhausen. Aber auch im Falle einer Niederlage wird das Bierchen schmecken, denn nach dem Spiel ist ein Besuch des Willinger Brauhauses angesagt. Der Fanbus verlässt die Körler Schwarzwaldkampfbahn um 12.30 Uhr. Anmeldungen unter: 01 72 / 57 45 74 8.

Hombressen/Udenhausen:Seeger - Speer, Mirwald, Hofmeyer, Hampe - Oberenzer (75. Carrier), Geule (90. Müller), Krohne, Hecker - Siebert, Lohne.

Körle:Vaupel - Özata, Riemann, Dobler Eggers, F. Lenz (46. Hesse), K. Lenz - El Messihi (65. Rumpel), J. Umbach (70. Eren), Taube - Alberding, Melnarowicz.

Schiedsrichter:Heist (Kassel) - Z:250.

Tore: 1:0 Oberenzer (25.), 2:0 Geule (35.), 2:1 K. Lenz (65.), 3:1 Krohne (90+4/Foulelfmeter).

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