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Gefährliche Situation für Viktoria Großenenglis

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Von: Fabian Seck

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Steht für die Zukunft von Großenenglis: Viktoria-Angreiferin Marie Tielmann, die auf Anhieb den Sprung als 17-Jährige zum Stammpersonal in der Hessenliga geschafft hat.
Steht für die Zukunft von Großenenglis: Viktoria-Angreiferin Marie Tielmann, die auf Anhieb den Sprung als 17-Jährige zum Stammpersonal in der Hessenliga geschafft hat. © Pressebilder Hahn

Halbzeit in der Frauenfußball-Hessenliga: Während an der Tabellenspitze alles auf eine ungefährdete Meisterschaft des mit zehn Punkten Vorsprung führenden Aufsteigers SC Dortelweil hindeutet, ist am Tabellenende ein spannender Abstiegskampf vorprogrammiert.

Großenenglis – Zwar ist der FSV Hessen Wetzlar II als punktloses Schlusslicht kaum noch zu retten, doch der zweite Abstiegsplatz ist hart umkämpft. Mit dem Vorletzten 1. FC Mittelbuchen (10 Punkte), SF BG Marburg, SV Gläserzell, TSG Lütter und dem TuS Viktoria Großenenglis (alle 11) als Tabellensechster sind fünf Mannschaften nur durch einen Zähler voneinander getrennt.

Für TuS-Trainer Dirk Langhans ist die Konstellation eine gefährliche Situation, die zum Blick nach hinten verpflichtet. Doch trotz des sportlich schwächeren Abschneidens als in der vergangenen Vizemeister-Saison war der neue Coach mit den Leistungen seiner Mannschaft durchaus zufrieden: „Grundsätzlich haben wir schnellen und attraktiven Fußball gezeigt, der mich positiv gestimmt hat. Allerdings haben mir einige Kollegen bestätigt, dass auch die Qualität in der Liga auf einem besseren Niveau als zuvor ist.“

Umso schwieriger ist es für den finanziell und strukturell eingeschränkten Borkener Verein, gegen Mannschaften aus breiten Einzugsgebieten wie Frankfurt, Fulda oder Gießen zu bestehen. Zumal die Viktoria vor der Spielzeit mit Torfrau Sabrina Wandrei, Nancy Willenberg, Paula Meyer und Torjägerin Johanna Straube vier Stammkräfte ersetzen musste.

Neben Leistungsträgerinnen wie Alina Diehl, Carina Jäger, Laura Festor, Julia Faupel und der mit fünf Treffern gefährlichsten Torschützin Jana Schwaab war der mutige Schritt, die Abgänge durch junge Talente aus der eigenen B-Jugend zu ersetzen, ein entscheidender Faktor für die Konkurrenzfähigkeit in dieser Saison.

Die 17-jährige Mittelfeldspielerin Leticia Pfaff hat nach Dauerbrennerin Lea Unzicker die meisten Einsatzminuten vorzuweisen. Marie Tielmann (17) gehört ebenfalls zum Stammpersonal und hat schon zwei Tore erzielt. Selina Sonnak (17) stand als Torhüterin viermal zwischen den Pfosten.

„Es ist wahnsinnig stark, in welcher Art und Weise sich die Mädels sofort etabliert und integriert haben“, freut sich Langhans und sieht in allen Mannschaftsteilen noch Entwicklungspotenzial. Was auch auf weitere begabte Akteurinnen wie Kaja Kersten und Carina Neubauer oder erfahrenere Spielerinnen in der zweiten Mannschaft zutrifft.

Was die Zukunft des 56-jährigen Trainers über den Sommer hinaus angeht, könnte im Januar eine Entscheidung fallen feststehen. Dann sollen Gespräche mit den Vereinsverantwortlichen über die aktuelle Lage und Verbesserungen wie die Steigerung der Bereitschaft einzelner Spielerinnen stattfinden. Um nach der Winterpause schnell die nötigen Punkte zu sammeln für den Klassenerhalt.

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