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Gegen Vellmar: Alles spricht für die MT Melsungen II

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Von: Gerd Brehm

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Treffsicher: Julian Fuchs gelangen in sieben Saisonspielen bereits 51 Tore für die MT II.
Treffsicher: Julian Fuchs gelangen in sieben Saisonspielen bereits 51 Tore für die MT II. © Pressebilder Hahn

Siegesserie, Tabellenführung, leeres Lazarett: Es läuft. Und Arjan Haenen hat erneut sein Luxusproblem. Der Trainer des Handball-Oberligisten MT Melsungen II könnte derzeit 18 Spieler aufbieten. Also muss er einem Quartett mitteilen, dass es auf der Tribüne Platz nehmen muss, wenn der TSV Vellmar gastiert (So., 17.30 Uhr, Stadtsporthalle).

Melsungen – Julian Fuchs und Ben Beekmann – die beiden Profis auf den Außenpositionen – können sich derzeit ausschließlich auf ihre Aufgaben im Oberligateam konzentrieren. Und der Konkurrenzkampf garantiert maximale Anstrengung bei den Trainingseinheiten. Zudem kommt der Gast mit einer deprimierenden Auswärtsbilanz: 6 Spiele/1 Sieg/5 Niederlagen.

Haenen freut sich auch darüber, dass seine Spieler den Weihnachtsurlaub fit überstanden haben und seit dem vergangenen Montag wieder gemeinsam trainieren. Aber Trainer wären arbeitslos, wenn es gar nichts mehr zu verbessern gäbe. Deshalb gab es in dieser Woche einen Trainingsschwerpunkt. „Die Umstellung auf eine offensiv agierende 6:0-Deckung ist uns noch nicht zufriedenstellend gelungen“, moniert der Coach, der darauf setzt, dass seiner Mannschaft demnächst ein Spagat glückt: „Es muss uns gelingen, die Rückraumspieler zu stören, ohne Lücken am Kreis hinzunehmen.“

TSV-Lazarett lichtet sich

Unterdessen lichtet sich in Vellmar das Lazarett. Abraham Rochel muss zwar weiterhin auf seinen Kreisläufer Niklas Willrich verzichten, aber alle anderen Akteure sind fit. Dennoch sagt der TSV-Trainer: „Melsungen ist auf dem Weg in die Dritte Liga, während wir um den Klassenerhalt kämpfen.“ Rochel weiß, dass seine Mannschaft ihre Angriffe irgendwie unbedingt abschließen muss, wenn sie es vermeiden will, in der Stadtsporthalle unter die Räder zu kommen.

Schließlich bemüht der Vellmarer Trainer eine von den Underdogs oft vernehmbare Phrase und sagt: „Wir werden in Melsungen mit Respekt, aber ohne Angst antreten.“ Rochel kann sich auf seine beiden Torhüter Christian Gumula und Martin Herwig verlassen, freut sich über Finn Hujers positive Entwicklung und bejubelt die Treffer von Frederik Drönner. Gut für Vellmar ist auch, dass Simon Adam mit von der Partie ist. Der Rechtsaußen steht manchmal nicht zur Verfügung, weil er mit seinem Bruder Daniel ein Schiedsrichtergespann bildet. So wie am vergangenen Wochenende in der Stadtsporthalle beim Drittliga-Topspiel der SG 09 Kirchhof gegen Borussia Dortmund. (von Gerd Brehm)

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