3. Liga

Gensungen beim Mitaufsteiger Opladen vor hoher Hürde

Will den spielerischen Aufwärtstrend mit der ESG fortsetzen: Rückraumspieler Cornelius Feuring.
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Will den spielerischen Aufwärtstrend mit der ESG fortsetzen: Rückraumspieler Cornelius Feuring.

Erst waren sie sehr, sehr traurig, die Handballer der ESG Gensungen/Felsberg. Dann wurden die Wunden geleckt und schließlich sprang aus der Aufarbeitung der unglücklichen 27:29-Derbyniederlage gegen Eintracht Baunatal für den heimischen Drittligisten sogar noch etwas Positives heraus. „Spielerisch war das ein Schritt nach vorn“, erklärte Rückraumspieler Cornelius Feuring. Daran gelte es, so der fünffache Torschütze, „anzusetzen“, um nun im dritten Spiel beim TuS Opladen (Sa. 19.30 Uhr) endlich die ersten Punkte einzufahren.

Gensungen - Das erfordert laut Trainer Kauffeld, der immerhin erstmals auf seine Bestbesetzung zurückgreifen kann, auch eine mentale Kraftanstrengung: „Wir müssen das Spielglück herausfordern!“ Und so nach erfolgreicher Aufholjagd (wie gegen Baunatal) auch mal entschlossen die Partie drehen, statt zaudernd in alte Fehler zu verfallen.

Als Beispiel könnte ausgerechnet der kommende Gegner dienen, denn der hat mit zwei Siegen einen Fabelstart hingelegt. Und besonders in der Schlussphase gegen die Sauerland Wölfe der SG Menden (24:22) starke Nerven bewiesen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Rechtsaußen Marcus Sonnenberg, einer von sechs Spielern, der über Drittliga-Erfahrung verfügt und der auch Sportlicher Leiter des Aufsteigers ist.

Eine Konzeptmannschaft, die konsequent auf Spielzüge setzt, von denen laut Sonnenberg das Team „inklusive Abwandlungen“ so um die 50 bis 60 auf Lager hat. „Davon dürfen wir uns nicht beeindrucken lassen und müssen unsere Position in der Deckung halten“, warnt Arnd Kauffeld. Stattdessen gilt es, sich auf „Zielspieler und die Hauptabschlusspositionen“ der Gastgeber zu konzentrieren. Neben großer Geschlossenheit in Angriff und Deckung der Rheinländer hat der ESG-Coach bei ihnen aber auch hohe individuelle Qualität ausgemacht. Etwa die neuformierte linke Seite mit „Shooter“ Maurice Meurer (kam vor der Saison aus Menden) und Außen Yannik Nitzschmann (Neuzugang aus Ratingen), der bereits 14 Treffer erzielt hat. Darüber hinaus verfügt Opladen über einen breiten Kader und hat jede Position mindestens doppelt mit höchst unterschiedlichen Spielertypen besetzt.

Rückkehr nach Burscheid

Ist aber trotzdem auf der Hut. „Das wird ein harter Kampf“, erwartet Marcus Sonnenberg. In der Hoffnung, dass der TuS endlich sein erstes Heimspiel in der heimischen Bielert-Sporthalle austragen kann, die seit der Flutkatastrophe gesperrt ist. Es wäre das Erste seit Februar 2020 und das Erste in der 3. Liga überhaupt.

Doch noch ist die Schulberghalle in Burscheid als Ausweichquartier vorgesehen. Die kennen die Edertaler bereits - und haben sie angesichts der 17:31-Auftaktpleite bei den dort ansässigen Bergischen Panthern in höchst schlechter Erinnerung. Und nun die unverhofft schnelle Chance, diese aus ihrem Gedächtnis zu löschen.

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