Ligapokal

Gensungen enttäuscht bei 19:24-Niederlage auf der ganzen Linie

Trug in der Schlussphase zur Ergebniskosmetik bei: Gensungens Cornelius Feuring, der hier dem Saarländer Marko Grgic (l.) entwischt.
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Trug in der Schlussphase zur Ergebniskosmetik bei: Gensungens Cornelius Feuring, der hier dem Saarländer Marko Grgic (l.) entwischt.

Jede Menge Fehlwürfe, haarsträubende technische Fehler, fehlende Abstimmung im Innenblock, Formschwäche bei neun von zwölf Spielern: Bei der 19:24(9:14)-Niederlage im Ligapokal gegen die HG Saarlouis ist beim Drittligisten ESG Gensungen/Felsberg alles schief gegangen, was im Handball schief gehen kann.

Gensungen - Glück im Unglück: Die beiden starken Torhüter Marc Lauterbach und Lukas Voß verhinderten ein Debakel. Zudem war von den Feldspielern wenigstens Jona Gruber in Normalform.

Den Verdacht, den Gegner unterschätzt zu haben, weisen Trainer und seine Schützlinge normalerweise weit von sich. Aber diesmal war sich Arnd Kauffeld nicht so sicher. Bei der Analyse fielen die Worte „oberflächlich“ und „selbstgefällig“, und eine klare Ansage: „Das war unsere schlechteste Leistung im Ligapokal.“

Falls die Edertaler die Gäste aus dem Saarland tatsächlich an deren bisherigen Ergebnissen gemessen haben sollten, dann wäre das höchst fahrlässig gewesen, denn auf das Spiel in Nieder-Roden, das 20:35 verloren wurde, konnte sich die Mannschaft aus vielerlei Gründen nur unzureichend vorbereiten. Am Himmelfahrtstag ragten vier Akteure aus einem starken Team heraus: Torwart Patrick Schulz, die Rückraumspieler Marco Grgic und Tom Paetow sowie Linksaußen Lars Walz.

Aus ESG-Sicht war die Zeit zwischen der 14. und 19. Minute besonders schlimm. In dieser Phase wurde aus einem 5:6 ein 5:10. Und von diesem klaren Rückstand erholte sich das Kauffeld-Team nie mehr. „Wir haben gegen die offensive 3-2-1-Deckung keine Lösung gefunden“, sagte der ESG-Coach. Und als die Gäste zwölf Minuten vor dem Abpfiff gar mit 20:13 in Führung lagen, war das Spiel gelaufen.

Nun aber begann die Phase, in der sich die Gastgeber das einzige Lob verdienten. Eine Wende war zwar nicht mehr drin, aber für ein bisschen Ergebniskosmetik blieb noch Zeit. Vor allem Torwart Voß sowie die Rückraumspieler Jona Gruber, Heinrich Wachs und Cornelius Feuring sorgten nun dafür, dass der Rückstand beim 18:21 drei Minuten vor Schluss den Rahmen des Erträglichen erreichte. Dann aber machten die Saarländer wieder ernst und sorgten für ihren hochverdienten 24:19-Sieg.

Während die ESG um den Einzug in die DHB-Pokalhauptrunde bangen muss, ist Matthias Ecker optimistisch. Der Sportliche Leiter der HG Saarlouis vertrat in Gensungen Trainer Philipp Kessler, dessen Frau in diesen Tagen ein Kind erwartet. „Der Einzug in die Pokal-Hauptrunde ist und bleibt unser Ziel,“ betonte der Saarländer.

ESG: Lauterbach (1. - 44./8 Paraden/19 Gegentore), Voß (44. - 60./5 Paraden/5 Gegentore) - Rossel, Küllmer, Wachs 2, Otto 6/3, Gruber 5, Feuring 3, Lippold 2, Koch, Hellmuth, Kothe 1.

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