3. Liga

Gensungen/Felsberg zum Aufsteigerduell nach Bremen

Jona Gruber
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Jona Gruber

Das wird kein Betriebsausflug. Auch wenn das Ziel, die Hansestadt Bremen, dank ihrer Lage und ihrer Sehenswürdigkeiten höchst interessant und die Anreise lang ist. Fast genau 300 Kilometer, die zweitweiteste der ESG Gensungen/Felsberg in der 3. Liga Nordwest. Zum Aufsteigerduell beim ATSV Habenhausen (Sa. 19.30 Uhr Hinni-Schwenker-Halle), der Nummer eins im Handball des Stadtstaats, das für beide Teams von wegweisender Bedeutung ist.

Gensungen/Bremen - „Natürlich würde uns ein Sieg bei einem solchen Gegner auf Augenhöhe viel Stabilität verleihen“, weiß ESG-Trainer Kauffeld, dessen Team ohne den weiterhin verletzten Jannis Kothe eine 25:30-Derbyniederlage gegen Baunatal zu verarbeiten hatte. 50 Minuten durchaus auf Augenhöhe mit dem aktuellen Spitzenreiter scheiterten die Edertaler letztlich an der offensiven Deckung der Gäste. „Dagegen müssen wir uns Lösungen erarbeiten“, sagt mit Mittelmann Jona Gruber einer, der genau dafür zuständig ist. Die Lösungen gibt sein Coach vor: „Unsere Kreisläufer suchen und ein druckvolles Laufspiel in die Tiefe.“

Derlei Anweisungen sind auch deshalb so aktuell, weil die Habenhausener ebenfalls mit einer 6:0-Deckung und zwei offensiven „Halben“ (u.a. die wendigen Mirko Ahrens und Marcel Fischer) versuchen werden, die Gensunger Angriffswucht zu brechen. Weiterhin hat Trainer Ruckh noch eine 5:1-Variante in petto. Als „Indianer“ ist dabei Bjarne Budelmann in seinem Element.

Einer von vier Neuzugängen, der in der Offensive als Mittelmann gesetzt ist. Neben dem 19-jährigen ehemaligen Regisseur der Bundesliga-A-Jugend des HC Bremen stießen noch die Drittliga erfahrenen Dennis Summa (aus Altjührden) und Martin Vulic (fr. HSG Werratal) zum Neuling. Ihre Integration gestaltete sich schwieriger, wobei sich im letzten Spiel gegen Ahlen ihr Durchbruch abzeichnete.

ESG ohne Jannis Kothe

Spielmacher Summa trug nach seiner Einwechslung (40.) fünf Tore in Folge zum 32:28-Erfolg bei. Der kroatische Linkshänder Vulic spielte zum ersten Mal durch und erzielte drei Treffer. Umso wichtiger für den ATSV, weil mit Janik Schluroff und Kapitän Björn Wähmann zwei etatmäßige Rückraumspieler ausfallen. Der verletzte Schlussmann Renee Steffens wurde durch Rafal Grzybowski ersetzt, der aber im Schatten des gut aufgelegten Daniel Sommerfeld steht.

Einer der Garanten dafür, dass der Meister der Oberliga Nordsee mit 4:4 passabel in die Saison gestartet ist. „Das ist okay“, sagt Matthias Ruckh und freut sich besonders über die Stabilität - zwei Spiele, zwei Siege - in eigener Halle. Seine klare Mission: Klassenerhalt. Und damit ein Bruch mit der Geschichte bzw. mit dem Ruf als Fahrstuhlmannschaft. Denn den drei bisherigen Habenhäuser Aufstiegen in die Drittklassigkeit folgte prompt der Abstieg.

Drum wurde die Oberliga-Meistermannschaft zusammen gehalten und - siehe oben - für Bremer Verhältnisse hochkarätig verstärkt. Drum soll, so die klare Zielsetzung des 37-jährigen B-Lizenz-Inhabers, im Duell der Neulinge der dritte Heimsieg her. Allerdings sind die reiselustigen Nordhessen genau darauf gefasst. „Das wird ein enges und hart umkämpftes Spiel“, prognostiziert Arnd Kauffeld.

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