Handball-Oberliga

Gensungen gegen Offenbacher Tormaschine gefordert

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Diesmal als Spielmacher gefragt: Gensungens Rückraumspieler Vince Schmidt.

Gensungen/Offenbach. Beim Gastspiel in Offenbach (Sa. 18 Uhr) muss Handball-Oberligist auch noch auf Spielmacher Christian Rohde verzichten. 

Wenn eine Mannschaft in drei Tagen gegen das gleiche Team (Babenhausen) einmal mit neun Toren verliert (auswärts) und einmal mit 13 Toren gewinnt (zu Hause), liegt die Erkenntnis für den nächsten Auftritt in der Fremde auf der Hand. „Wir müssen das Auswärts- wie ein Heimspiel angehen“, sagt Mario Schumacher, Co.-Trainer der ESG Gensungen/Felsberg vor dem Gastspiel bei der TSG Offenbach-Bürgel (Sa. 18 Uhr).

Der Achte gegen den Fünften, was zwei Spieltage vor Schluss der Handball-Oberliga nicht gerade aufregend klingt. Aber beide Teams haben noch Ziele - und den Ehrgeiz, die letzten beiden Partien unbedingt zu gewinnen. 35 Punkte streben die Edertaler an, was zum vierten Rang und der bisher besten Oberliga-Platzierung reichen könnte. Allerdings ein Vorhaben „ohne Fünf“, denn zu den vier Langzeitverletzten gesellt sich nun auch noch der Ausfall von Spielmacher Christian Rohde (Kniebeschwerden), so dass die Alternativen im Rückraum mit Vince Schmidt (Mitte), Jan-Hendrik Otto (rechts) und Franco Rossel (links) fast gegen Null tendieren. Einzige taktische Variante wäre das Spiel mit zwei Kreisläufern (Christoph Koch und Dave Alscher).

Offenbach-Bürgel will mit zwei Siegen noch den siebten Platz der letzten Spielzeit erreichen. Um damit eine eher durchwachsene Saison zu retten. Die vereinsinterne Unzufriedenheit gipfelte drei Spieltage vor Schluss, nach der 26:34-Niederlage in Babenhausen, in die Trennung von Trainer Louis Rack, der den Aufsteiger von 2016 zum Saisonende sowieso verlassen hätte. „Wir wollten noch mal ein Zeichen setzen“, begründete Co-Trainer Lenort, zusammen mit den beiden stellvertretenden Abteilungsleitern Hans Kaiser und Rainer Lehmann für die Betreuung der Mannschaft zuständig, diese Maßnahme.

Angriff um jeden Preis

Sie wirkte. Beim 36:29 gegen Wiesbaden war zumindest die Spielfreude wieder da. „Wir sind mit einem anderen Selbstverständnis zu Werke gegangen“, beschreibt Sven Lenort die prompte Wandlung. Und setzt darauf auch gegen Gensungen: „Wir werden Vollgas geben und versuchen, diesen Schwung mitzunehmen.“

Also Angriff um jeden Preis, der die TSG, mit 731 Treffern beste Offensive der Liga, sowieso schon auszeichnet. Und deshalb für Mario Schumacher durchaus ausrechenbar macht: „Wir müssen versuchen, die Offenbacher Tempogegenstöße zu unterbinden und Nils Lenort auszuschalten.“ Den Top-Torjäger der TSG (bisher 142 Feldtore), der zudem mit Kreisläufer Lennart Müller bestens harmoniert.

Weiterhin wollen die Edertaler die bekannten Abwehrschwächen des Gegners nutzen. Wie im Hinspiel (38:37), als sich allerdings die eigene Defensive der der Südhessen anpasste. „Nun werden wir wieder mit Abwehr spielen“, verspricht Mario Schumacher. In der Hoffnung, dass dabei seine Schützlinge mit ihrer Heimmentalität zu Werke gehen.

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