3. Liga

Gensungen peilt im Kellerduell ersten Sieg an

Angeschlagen: Gensungens Kreisläufer Christoph Koch, auf den der heimische Drittliga-Aufsteiger im Kellerduell indes nur schwerlich verzichten kann.
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Angeschlagen: Gensungens Kreisläufer Christoph Koch, auf den der heimische Drittliga-Aufsteiger im Kellerduell indes nur schwerlich verzichten kann.

In der Stunde der Not wird ein Trainer auch schon mal philosophisch. „Handball funktioniert nur mit einer gewissen Leichtigkeit. Es ist eben ein Spiel und nicht nur Kampf“, sagt Arnd Kauffeld. Und trifft damit vor dem Kellerduell der 3. Handball-Liga gegen die SG Menden Sauerland Wölfe (Sa. 19.30 Uhr, Kreissporthalle Gensungen) die Situation bei der ESG Gensungen/Felsberg nach fünf Nullnummern aus den ersten fünf Spielen auf den Punkt.

Gensungen - Die größten, insbesondere bei der letzten 28:33-Niederlage in Leichlingen offenbarten Mängel des Aufsteigers sind die Chancenverwertung und technische Fehler. Zurück zu führen weniger auf spielerische als auf psychische Probleme. Denn: „Uns fehlt derzeit die Lockerheit und das nötige Selbstverständnis.“ Abzulesen auch an einer Reihe vergebener Siebenmeter, obwohl doch Jan-Hendrik Otto und Maxim Schalles normalerweise als äußerst sichere Schützen vom Punkt durchgehen.

Nun gilt es, so der ESG-Coach, den Bock endlich umzustoßen, das Glück zu erzwingen („Keiner will das mehr als wir“), dabei aber nicht zu verkrampfen. Ein schmaler Grat, noch dazu gegen einen kampfstarken und körperlich äußerst robusten Gast. Der zwar auch erst einen Sieg auf dem Konto hat (32:29 in Leichlingen), aber bei seinen vier Niederlagen mit seinen Gegnern stets auf Augenhöhe war.

Menden mit neuem Rückraum

„Einen kleinen Umbruch“, macht Trainer Stary für den durchwachsenen Start verantwortlich. Immerhin musste der ehemalige Linksaußen vom TuSEM Essen (1999 bis 2008) fast den kompletten Rückraum ersetzen, wobei der Ex-Mindener Tim Brand (30/11-Tore aus vier Spielen), Markus Schmitz, der auf der Mitte den noch verletzten Kapitän Christian Klein ersetzt, und Linkshänder Marcel-Andreas Tarlinski aber durchaus schon ihre Durchschlagskraft unter Beweis stellen konnten.

Übrig geblieben ist der zuverlässig treffende Maximilian Klein (22/1-Tore aus fünf Spielen). „Eine Menge Power“ hat Gensungens Trainer daher in Mendens Offensive ausgemacht, nur zu bändigen durch eine aggressive und offensive 6:0-Deckung: „Wir müssen rechtzeitig heraustreten, um sie nicht zum Wurf kommen zu lassen.“

Allerdings: Sein Hauptaugenmerk in der Vorbereitung galt dem eigenen Angriff, in den der wiedergenesene Jona Gruber zurückkehrt, aber Kreisläufer Christoph Koch (Rippenprellung) angeschlagen ist. „Stresssituationen“ wurden im Training nachgestellt, damit die Spieler im Ernstfall diesmal die richtigen Entscheidungen treffen. Um so den ersehnten ersten Saisonsieg zu landen.

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