Ligapokal

Gensungen peilt in Gelnhausen ersten Sieg an - Eidam warnt

Drei Jahre Gelnhausen und acht Jahre Gensungen: Frank Eidam, heutiger ESG-Athletik-Trainer. Archiv
+
Drei Jahre Gelnhausen und acht Jahre Gensungen: Frank Eidam, heutiger ESG-Athletik-Trainer. Archiv

Manchmal mutet der Ligapokal für den heimischen Handball-Drittligisten Gensungen/Felsberg wie eine Reise in die Vergangenheit an. Besonders im Falle des Gastspiels beim TV Gelnhausen (Sa. 19.30 Uhr live auf Sportdeutschland.tv).

Gensungen/Gelnhausen – ESG-Trainer Kauffeld, damals Kreisläufer der Edertaler, erinnert sich an „heiße Duelle mit Derbycharakter“ mit den Südhessen.Insgesamt zehn in fünf gemeinsamen Zweitligajahren. Der damalige TVG-Coach, Sergej Budanow, ist heute „Head-Coach und Konzeptkoordinator“ des Vereins und als solcher für die erste und zweite Mannschaft sowie die A-Jugend zuständig. Der ehemalige ukrainische Nationalspieler, der sowohl als Spieler wie auch als (Co-) Trainer (von Rolf Brack) mit Stuttgart-Scharnhausen in die 1. Liga aufstieg und seit bereits 20 Jahren in Gelnhausen in verschiedenen Funktionen die Fäden zieht.

Und dort vor drei Jahren einen personellen Umbruch einleitete. Mit dem Ziel, nur noch auf Eigengewächse zurück zu greifen. Das ist mittlerweile bis auf Rechtsaußen Paul Hüttmann und Rückraumspieler Nils Bergau fast komplett gelungen. „Der TVG hat eine junge, individuell starke Mannschaft, in der sich jeder Spieler zerreißen wird“, warnt der Ex-Gelnhäuser und heutige Gensunger Athletik-Trainer Frank Eidam vor den Gastgebern.

Gemeinsame Vergangenheit

Bei denen trotzdem zwei Spieler herausragen: der torgefährliche Jonathan Malolepszy, der Spielmacher mit dem „explosiven ersten Schritt“ (Eidam), und Adrian Barth, der „Arbeiter am Kreis“, der auch in der offensiven 6:0-Deckung des TVG eine wichtige Rolle spielt. Kopf der Mannschaft ist indes Julian Lahme, Ex-Junioren-Nationalspieler mit Erstliga-Erfahrung (Lemgo und Großwallstadt), Torwart und Torwarttrainer, wobei der 32-Jährige versucht, seine Erfahrungen an die Talente Marius Sulzbach und Alexander Bechert weiter zu geben.

Bisher stehen ein Sieg in Saarlouis (35:32) und ein Remis in Kirchzell (22:22) zu Buche, so dass der Druck beim Gast - drei Spiele, drei Remis - liegt. Den er sich auch selbst macht. Arnd Kauffeld will endlich den Bock umstoßen d.h. den ersten Sieg landen, den seine Jungs drei Mal in der Schlussphase verspielten.

„Da müssen wir einfach cleverer agieren und unsere Chancen konsequent nutzen“, fordert Gensungens Trainer. Was keineswegs als Kritik gemeint ist. Denn: „Die Mannschaft steckt mitten in einem Entwicklungsprozess und jeder einzelne Spieler hat noch Luft nach oben.“ Das gilt auch für die Gastgeber, mit denen die Nordhessen also nicht nur so einiges aus der Vergangenheit gemeint haben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.