3. Liga

Gensungens kapitaler Fehlstart bei Bergischen Panthern

Vom Punkt diesmal ungewohnt unsicher: Gensungens etatmäßiger Siebenmeterschütze Jan-Hendrik Otto.
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Vom Punkt diesmal ungewohnt unsicher: Gensungens etatmäßiger Siebenmeterschütze Jan-Hendrik Otto.

„Das muss ich erst mal verdauen.“ Keine Frage, auch einen Tag danach rang Arnd Kauffeld noch um Fassung. Zu tief saß die Enttäuschung des Trainers der ESG Gensungen/Felsberg über den kapitalen Fehlstart seiner Mannen in die neue Saison der 3. Liga.

Burscheid - Und: Zu groß waren die Fragezeichen, wie es zu der 17:31 (11:15)-Pleite bei den Bergischen Panthern, wo sich die Edertaler durchaus etwas ausgerechnet hatten, kommen konnte.Zumindest nach drei Minuten war die Abfuhr nicht absehbar, hang der ESG-Himmel noch voller Geigen. Hatten doch Franco Rossel und Maxim Schalles für eine frühe 2:0-Führung gesorgt. Ein kurzes und höchst vergängliches Vergnügen: Bis zur 16. Minute drehten die Gastgeber mit einem 4:0-Lauf das Spiel. „Wir haben es in der Anfangsphase durch viele individuelle Fehler verpasst, uns die nötige Sicherheit zu holen“, kommentierte Gensungens Coach die schnelle Wende, die den weiteren Spielverlauf prägte. Zu den „individuellen Fehlern“ gehörte auch die ersten zwei von insgesamt fünf verworfenen Siebenmetern.

Die Linkshänder Otto und Schalles konnten zwar nach 23 Minuten noch mal auf 10:8 verkürzen, doch Justus Überholz reagierte prompt mit einem Doppelpack zum 12:8. Überhaupt war der spielende Spielmacher in den Reihen der Bergischen kaum zu halten, harmonierte neben dem gewohnt torgefährlichen Simon Schlösser (ebenfalls fünf Treffer) zudem prächtig mit Kreisläufer Maximilian Weiss. Arnd Kauffeld reagierte auf diese spielfreudige Achse mit einer versetzten 5:1-Deckung, die aber auch nicht so recht fruchtete. Insgesamt erzielte das Kraftpaket drei Tore und holte ebenso viele Siebenmeter für seine Mannschaft heraus.

Die frühe Vorentscheidung bahnte sich an, als die Westdeutschen nach der Pause durch vier Tore in Folge von 16:12 (31.) auf 20:12 (38.) erhöhten - als Kreisläufer Koch eine Zeitstrafe absaß und Jan- Hendrik Otto einen weiteren Strafwurf liegen ließ. Franco Rossel und Heinrich Wachs verkürzten zwar noch mal auf 20:14 (38.), doch dann brachen die ersatzgeschwächten Gäste (ohne Vince Schmidt, Jannis Kothe und Nino Jedinak, Cornelius Feuring und Hannes Friedrich nur notdürftig einsetzbar) völlig ein.

Kassierten in 13 Minuten acht Treffer, ohne einen eigenen zu erzielen. „Kopf- und einfallslos“ fand das der ESG-Coach. Und war entsetzt: „So dürfen wir einfach nicht auseinanderfallen.“

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