3. Liga

Gensungens Neuzugang Jona Gruber: Wir brauchen uns nicht zu verstecken

Testspiele mit Wettbewerbscharakter: Hier versucht Gensungens Neuzugang Jona Gruber (r.) Emir Rovcanin vom Drittligisten HSC Bad Neustadt zu entwischen.
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Testspiele mit Wettbewerbscharakter: Hier versucht Gensungens Neuzugang Jona Gruber (r.) Emir Rovcanin vom Drittligisten HSC Bad Neustadt zu entwischen.

Am Samstag geht`s endlich los: Die 3. Handball-Liga startet in ihre Saison. Auch Jona Gruber kann`s kaum noch erwarten. Der 20-Jährige ist (neben Perspektivspieler Friedrich Hellmuth) der einzige Neuzugang von Aufsteiger ESG Gensngen/Felsberg.

Gensungen - Der Rückraumspieler und Abwehrstratege, der die Edertaler aus zahlreichen Oberliga-Derbys mit der MT Melsungen II kennt und nun mithelfen will, dass der Aufsteiger in die 3. Liga den Klassenerhalt schafft. Im Interview mit HNA-Redakteur Ralf Ohm strahlt er nach einer langen Vorbereitung und vor dem Saisonstart am Samstag Zuversicht aus.

Jona Gruber, Sie sind seit sechs Monaten bei der ESG. Wie gefällt es Ihnen in Gensungen?

Sehr gut. Ich wurde gut von der Mannschaft aufgenommen. Dass es sich hier um einen Traditionsverein mit einem entsprechenden Umfeld handelt, habe ich schnell gemerkt.

Sie und ihre Mannschaftskameraden haben wegen des vorzeitigen Saisonendes in der letzten Spielzeit die wohl längste Vorbereitung Ihrer bisherigen Karriere hinter sich. Wie haben Sie sie genutzt?

Wir haben uns sowohl im athletischen Bereich wie auch im handballerischen Bereich für einige Dinge Zeit mehr Zeit nehmen können.

Welche?

Beispielsweise haben wir mit Frank Eidam viel an der Langhantel-Technik gearbeitet.

Wozu ist diese Art von Gewichtheben gut?

Damit konnte unser Athletik-Trainer neue Impulse fürs Krafttraining setzen, damit wir uns in diesem Bereich weiter entwickeln und an den Erfordernissen der neuen Liga anpassen.

Die 3. Liga ist auch für Sie Neuland. In welchen Bereichen dürften die Unterschiede zur Oberliga besonders krass sein? Wie sind Sie und Ihre Mannschaft darauf vorbereitet?

Das Spiel ist schneller auch wegen des Harzgebrauchs. Für einige ist dieser Neuland. Zur Gewöhnung hat uns die lange Vorbereitungszeit durchaus gutgetan. Weiterhin ist die neue Liga körperlich robuster, was sich in den Testspielen bei den gegnerischen Abwehrreihen inklusive Torhüter bemerkbar gemacht hat. Es ist einfach schwieriger, Tore zu erzielen. Wir konnten uns in den Testspielen aber ganz gut darauf einstellen, so dass ich glaube, dass wir gut auf die 3. Liga vorbereitet sind.

In der 6:0-Abwehr der ESG sind Sie wohl schon eine feste Größe. Im Rückraum herrscht Gedränge d.h. jede Position ist doppelt besetzt. Wie gehen Sie mit dem internen Konkurrenzkampf um?

Im internen Konkurrenzkampf sehe ich mehr einen Vorteil als einen Nachteil. Die Saison ist mit 34 Spielen, darunter auch zwei Doppelspieltage, sehr lang. So sollten wir Ausfälle gut kompensieren können und auch die Trainingsqualität bleibt gewährleistet. Außerdem stimmt bei uns die Teamchemie.

Was trauen Sie Ihrer Mannschaft in der 3. Liga zu?

Wir brauche uns in dieser Liga nicht zu verstecken. Unser Ziel ist der Klassenerhalt. Den traue ich uns auf jeden Fall zu.

Was halten Sie von dem Auftaktprogramm der ESG, die es vor dem Derby gegen Baunatal gleich mal mit zwei vermeintlichen Spitzenteams zu tun bekommt. Zu schwer für einen Aufsteiger?

Das Auftaktprogramm hat es in der Tat in sich. Wir haben großen Respekt insbesondere vor Schalksmühle/Halver und Hagen, für mich der Top-Favorit auf den Aufstieg. Andererseits haben wir in den ersten beiden Spielen nichts zu verlieren. Wichtig ist, dass wir ruhig bleiben und auf unsere Stärken vertrauen, auch wenn wir nicht gleich punkten sollten.

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