Handball-Geschichte

Die Gensunger Legenden von 1978 sind wieder da

Manfred Umbach
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Manfred Umbach

Gensungen. Helmut Schmidt war Bundeskanzler, Johannes Paul II wurde zum dritten Papst binnen eines Jahres, der 1. FC Köln feierte die Meisterschaft in der Fußball-Bundesliga und ein kleiner nordhessischer Verein schaffte den Aufstieg in die Beletage des deutschen Handballs.

Es war der 7. Mai 1978, als der TSV Jahn Gensungen aus der Regionalliga ins Oberhaus zog. Zwar hatte die Mannschaft um Spielertrainer Peter Barthelmey das Qualifikations-Rückspiel in der Charlottenburger Halle bei den Reinickendorfer Füchsen mit 11:17 verloren, doch reichte letztlich der 20:13-Hinspielsieg für den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte der Edertaler.

Am Samstag, also knapp 40 Jahre danach, gibt es im Rahmen des letzten Saison-Heimspiels des Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg gegen die HSG VfR/Eintracht Wiesbaden ein Wiedersehen mit den Aufstiegshelden. Die Feier beginnt um 18 Uhr in der Gasstätte in der Kreissporthalle. Gegen 19.15 Uhr haben die Legenden dann ihren ersten Auftritt vor dem Publikum, denn die Meistermannschaft wird kurz vor dem ESG-Spiel auf das Spielfeld gebeten und vor allen den jüngeren Fans vorgestellt, die von allen Spielern schon so viel gehört, aber manche noch nie gesehen haben.

Jörg Anacker

Wiedersehen mit Stars von einst

Trainer Peter Barthelmey wird vor Ort sein. Mit Kreisläufer Jochen Boland gibt es ein Wiedersehen. Linksaußen Jörg Anacker hat sein Kommen ebenso fest zugesagt, wie Kreisläufer Uwe Waldschmidt, Torwart Manfred Umbach und viele andere. Franz Wagner dagegen ist für die meisten ein bekanntes Gesicht, denn der einstige Torjäger ist bei fast jedem Heimspiel ein aufmerksamer Beobachter auf der Tribüne der Kreissporthalle, in der sich in den vergangenen 40 Jahren nicht viel verändert hat. Damals war die Hölle Nord für Gastmannschaften und Schiedsrichter ein echtes Fegefeuer.

So ganz unbeschwert werden die Jubiläumsfeierlichkeiten aber nicht über die Bühne gehen. Zu präsent ist den meisten Beteiligten noch das Drama, dass sich bei der 25-Jahr-Feier um Jürgen Steinbach abspielte. Der linke Rückraumspieler der Meistermannschaft war im Rahmen eines Nostalgiespielchens plötzlich zusammengebrochen und konnte nicht mehr gerettet werden. Verstorben sind inzwischen auch der rechte Rückraumspieler Boban Selec und Rechtsaußen Uli Kranz. 

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