Handball-Legenden

Gensunger Handballer feiern größte Erfolge des Vereins

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Drei Spieler, die Handballgeschichte geschrieben haben: (v.l.) Jochen Boland, Franz Wagner und Jörg Anacker im grünen Trikot mit der Nummer 40.  

Gensungen. 40 Jahre nach dem Aufstieg in die Bundesliga feiern die Gensunger Handball-Legenden zusammen mit 500 Zuschauern den größten Erfolg der Vereinsgeschichte.

Es war eine schöne Reise in die Vergangenheit“, sagt Jörg Anacker. Der 66-Jährige hatte sich am Samstag in Körle gegen 18 Uhr in die Zeitmaschine gesetzt und war 20 Minuten später in Gensungen im Jahr 1978 gelandet. Als Linksaußen jener legendären Handball-Mannschaft des TSV Jahn Gensungen, die den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Bei der Jubiläumsfeier in der Gensunger Kreissporthalle freute sich Anacker über das Wiedersehen mit Spielertrainer Peter Barthelmey, Torwart Manfred Umbach, Torjäger Franz Wagner, Regisseur Uli Faber, Rechtsaußen Kalli Barthelmey sowie den Kreisläufern Jochen Boland und Uwe Waldschmidt.

Gruppenbild mit Gensunger Handball-Legenden: (v.l.) Walter Reinhardt, Uwe Waldschmidt, Jörg Anacker, Franz Wagner, Kalli Barthelmey, Jochen Boland, Dieter Henze, Bernd Momberg, Jürgen Franke, Biene Reusse (Betreuer), Hans-Friedrich Koch (Arzt), Uli Faber, Rolf Günther, Karl Bachmann (Hallensprecher), Siggi Franke, Rainer Wagner, Norbert Schlüter (Physio), Karl Karpenstein (Betreuer), Manfred Umbach, Wolfgang Böttcher, Peter Barthelmey (Spielertrainer), Frank Reiß und Thomas Olzenka (Betreuer). Foto: Kasiewicz

Besonders gespannt waren die Spieler auf ihren Trainer, denn Peter Barthelmey hatten sie seit 40 Jahren nicht mehr gesehen. „Ich hatte ein wenig Angst davor, den einen oder anderen Spieler nicht wieder zu erkennen“, sagte Barthelmey und fügte hinzu: „Aber das ist mir gottlob nicht passiert.“ War es zunächst die Enttäuschung über seine Entlassung, die nach dem Aufstieg wie ein Blitz aus heiterem Himmel kam, verhinderten später Schicksalsschläge - wie der Unfalltod seines Sohnes Lars - und schwere Krankheiten die Reise von seinem Wohnort Marburg nach Gensungen. Nun aber stehen die Vorzeichen günstig, dass sich Peter Barthelmey auch beim Stammtisch des Aufsteigerteams, der zwei- oder dreimal pro Jahr stattfindet, mal sehen lässt.

500 Zuschauer bejubeln Helden von einst

Darauf freut sich auch Jochen Boland, der nur selten das Treffen mit den früheren Mitspielern ausfallen lässt. Der 69-Jährige ist allerdings nicht mehr so häufig bei den Heimspielen der aktuellen ESG-Mannschaft zu finden und wunderte sich darüber, dass sich seine „Enkel“, beim letzten Saisonspiel gegen Wiesbaden als großzügige Gastgeber präsentierten und den Kontrahenten immer wieder zum Torewerfen einluden (siehe Bericht unten.

Vor diesem Spiel aber hatten Anacker, Barthelmey, Boland und die anderen Gensunger Handball-Legenden einen jener Momente erlebt, in denen sensible Menschen eine Gänsehaut bekommen. Als die Oldies das Parkett der Kreissporthalle betraten, erhoben sich die 500 Zuschauer allesamt von ihren Sitzen, um sich mit ihrem lang anhaltenden Applaus bei denen zu bedanken, die vor 40 Jahren für eine der größten Sensationen in der deutschen Handball-Geschichte gesorgt hatten. Mit nachhaltigen Folgen für den Gensunger Handball.

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