3. Liga

Germania Fritzlar gegen ASC Dortmund unter Druck

Muss sich viel mehr „zeigen“: Anna Holeczy, Rechtsaußen des SV Germania Fritzlar, der gegen den ASC Dortmund vor einer wegweisenden Partie steht.
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Muss sich viel mehr „zeigen“: Anna Holeczy, Rechtsaußen des SV Germania Fritzlar, der gegen den ASC Dortmund vor einer wegweisenden Partie steht.

Nach sieben Spieltagen hat sich die Staffel C der 3. Handball-Liga als Zwei-Klassen-Gesellschaft entpuppt. Ein Quartett kämpft um die zwei Plätze für die Aufstiegsrunde, der Rest schielt nach Platz fünf und sechs, um der Abstiegsrunde zu entgehen. Ein Gedränge der gefährlichen Art auch für den SV Germania Fritzlar, so dass die Partie gegen den punktgleichen ASC Dortmund (So.17 Uhr Uhr, KHS) durchaus wegweisenden Charakter hat.

Fritzlar/Dortmund - Die 23:29-Heimniederlage gegen LIT Tribe hat die eigene Lage zugespitzt. Besonders wurmt den Fritzlarer Coach der erneute Fehlstart seiner Mannschaft, die erst nach 20 Minuten halbwegs auf Touren kam, da aber schon aussichtslos zurück lag. „Wir müssen diesmal unbedingt von Anfang an voll da sein“, lautet daher die Forderung von Trainer „Lucky“ Cojocar.

Weitere Lehren aus der bereis dritten Heimniederlage: In der Abwehr kommt es darauf an, „miteinander zu agieren“ (Cojocar), also sich gegenseitig auszuhelfen und, wenn nötig, die Gegenspielerin zu übernehmen, um die eigenen Reihen zu schließen. So konnte nach dem Wechsel sogar der Angriffsfluss der agilen Ostwestfälinnen gestoppt werden.

Beide Teams ersatzgeschwächt

Die eigene Offensive taut erst dann auf, als die Spielzüge dynamisch durchgezogen wurden. Dazu kommen individuelle Steigerungsmöglichkeiten etwa der auf Rechtsaußen viel zu passiven Anna Holeczy.

Allerdings kann Fritzlars Handballlehrer erneut nur auf einen Rumpfkader zurück greifen. Maria Kiwa und Pauline Kauffeld fallen auf jeden Fall aus, der Einsatz von Lisa-Marie Merck (erkältet) ist höchst fraglich und auch die zuletzt reaktivierte Alena Breiding kann der Germania diesmal nicht helfen.

Ebenso angespannt ist die Personallage beim Gast. Die erklärt auch, warum nach dem 33:30-Überraschungssieg gegen Kirchhof beim Aufsteiger nicht mehr viel ging. Denn seitdem fallen die Leistungsträgerinnen Carolin Hochloch, Inga Span (beide Kreuzbandriss) und Vivien Busse (Ellenbogenverletzung) aus. Und im letzten Spiel gegen den VfL Wolfsburg verletzte sich auch noch Annika Kriwat am Daumen. Die ehemalige Zweitliga-Spielerin und Torjägerin (62/31-Treffer) ist zusammen mit Rückraumkollegin Maren Bradtke (27/1) der Kopf der Mannschaft und ihr Einsatz in der Domstadt eher fraglich.

„So planen wir immer nur von Spiel zu Spiel“, sagt ASV-Trainer Dirk Niedergriese. Was speziell in der Abwehr gilt, nachdem dem 45-jährigen B-Lizenz-Inhaber der Mittelblock der 6:0-Deckung weggebrochen ist und er deshalb zunehmend auf offensivere Varianten zurück greifen muss. Eine Konstante immerhin gibt es: „Wir werden kämpfen bis zum Umfallen.“ Gerade jetzt, wo es schon relativ früh in der Saison um die Wurst geht.

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