Auch Kirchhof und A-Jugend sind priviligiert

Große Freude bei den Handballern des SV Germania Fritzlar und der ESG Gensungen/Felsberg: Training wieder erlaubt

Da ist die Freude groß: Annamaria Puda (links von hinten zu sehen) und Trainer Lucky Cojocar dürfen mit Germania Fritzlar ab nächster Woche wieder einträchtig in der Halle trainieren.
+
Da ist die Freude groß: Annamaria Puda (links von hinten zu sehen) und Trainer Lucky Cojocar dürfen mit Germania Fritzlar ab nächster Woche wieder einträchtig in der Halle trainieren.

Der sportliche Wettkampf ruht in den heimischen Gefilden. Und trotzdem jagen einige Handballer und Handballerinnen aus dem Schwalm-Eder-Kreis dem Ball nach.

Schwalm-Eder - Aufgrund ausdrücklicher Genehmigung des hessischen Innenministeriums, der (nach der 1. und 2. Liga) auch die 3. Liga als Spitzensport definiert hat, der weiter bzw. wieder trainieren darf. Als zertifiziertes Leistungszentrum gilt das auch für die mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen.

SG 09 Kirchhof

Corona bremst Kirchhof nicht aus. Bislang hat das Zweitliga-Team von Trainer Gernot Weiss alle angesetzten sieben Pflichtspiele absolvieren können. Auch der Trainingsalltag geht unvermindert weiter. Denn alle Erst- und Zweitligisten der Frauen wurden ohne Zögern als Profis eingestuft. Ein freies Wochenende haben die Grün-Weißen jetzt nur, weil sie im DHB-Pokal diesmal nicht mitmischen dürfen. Das ist in Abstimmung mit dem Deutschen Handballbund wegen der Pandemie allein den 16 Erstligisten vorbehalten.

Also gilt der Fokus von Kirchhof nach fünf Niederlagen in Serie den schwierigen Aufgaben in Leipzig (15. November) und gegen den VfL Waiblingen (21. November). Anschließend ist Pause für 2020 wegen der Europameisterschaft der Frauen in Dänemark und Norwegen (4. bis 20. Dezember).

ESG Gensungen/Felsberg

Drei Tage hatten sie trainingsfreifrei, die Spieler des Drittliga-Aufsteigers. Drei Tage, die wohl auch der Frustbewältigung dienten nach der unnötigen 22:26-Niederalge bei der ATSV Habenhausen. Den Rest könnte ein verschärftes Kraft-/Ausdauertraining bewirken, das Trainer Arnd Kauffeld ob der Spielpause einschieben will. Spielerisch gilt sein Augenmerk der Passqualität und Passsicherheit.

In der Hoffnung auf eine „schnelle Entscheidung“ wann denn nun der Spielbetrieb in der 3. Liga fortgesetzt wird, die der Deutsche Handball-Bund (DHB) erst mal verschoben hat. Aktuell gilt eine Pause des Spielbetriebs bis zum 15. November, so dass die Edertaler am 21. November wieder gegen Menden ran müssten. Nächste Woche will sich der DHB darüber mit Vertretern der Drittligisten per Videokonferenz beraten.

SV Germania Fritzlar

Frohe Kunde für die Domstädterinnen: Ab nächster Woche dürfen sie beim Drittligisten wieder einträchtig üben. „Das ist eine kluge Entscheidung, die uns hoffen lässt, bald auch wieder spielen zu dürfen. Ich freue mich wie ein Junge im Süßigkeitenladen“, sagt SVG-Coach Lucky Cojocar. In dieser Woche standen bzw. stehen zwei Laufeinheiten – mit individuellen Vorgaben je nach Position – und Krafttraining auf dem Plan. Alles in Eigenverantwortung und maximal zu zweit.

Am Montag absolviert jede Spielerin einen Zehn-Kilometer-Lauf, ehe die Germania in Gudensberg das gemeinsame Training wieder aufnimmt. Handball-spezifisch mit vielen Abwehr-Übungen, aber auch einem Wermutstropgen. Kapitänin Janina Dreyer muss wegen einer Sprunggelenkverletzung vier bis sechs Wochen pausieren.

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen

Zwei Spiele der Bundesliga-A-Jugend (in Hagen und Dormagen) mussten durch die Pandemie-Pause verlegt werden. Ginge es nach dem 15. November weiter, stünden für die Mannschaft von Florian Maienschein zunächst das Nachholspiel in Dutenhofen (am 18. November) und danach die Heimpartie gegen Saarlouis (22. November) auf dem Programm. Der mJSG-Coach glaubt nicht daran: „Ich denke, der November bleibt spielfrei und danach werden die Karten neu gemischt.“

Also fällt im Training derzeit eine spezifische Spielvorbereitung flach, stattdessen wird ein „athletischer Schwerpunkt“ (Maienschein) gesetzt. Und zusammen mit B-Jugendcoach Georgi Sviridenko jahrgangsübergreifend positionsspezifisch gearbeitet d.h. an einem Tag trainieren beispielsweise alle Spielmacher und am nächsten alle Linkshänder von der C-bis zur A-Jugend miteinander. Eine Abwechslung, aber kein Ersatz dafür, und eine sinnvolle Maßnahme gegen die drohende Langeweile.

Von Ralf Ohm und Sebastian Schmidt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.