Handball: SG 09 Kirchhof feiert nach Zweitliga-Rückkehr mit dem Juniorteam den Sprung in die Oberliga

Die grüne Wand hielt stets dicht

Spielen nächste Saison in der Oberliga: Die Handballerinnen von Landesliga-Meister SG 09 Kirchhof II mit: (hinten von links) Betreuer Karl-Martin Hartung, Bianca Einhorn, Nele Haupt, Laura Sauerwald, Hanna Krug, Janina Friedrich, Kim Mai, Charline Vaupel, Katharina Hintze, Kirsten Bänfer, Sandra Kühlborn, Annika Konklowsky, Trainer Christian Denk und (vorne von links) Konny Nolte, Laura Nolte, Ariane Horn, Karina Morf, Johanna Ludwig, Jennifer Iván, Nora Minhöfer. Es fehlt Torfrau Aneka Zuzánková. Foto: Kasiewicz

Kirchhof. Es war der Triumph eines Kollektivs. Der Erfolg einer echten Mannschaft und einer überragenden Defensive, die die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof II an die Tabellenspitze der Landesliga führte - und das Team nach neun Jahren zurück in die Oberliga.

„Die 6:0-Abwehr war unsere große Stärke“, erklärte SG-Coach Christian Denk, „und das haben wir gerade in Spitzenspielen eindrucksvoll unter Beweis gestellt.“ Nicht zuletzt beim 20:20-Remis beim Tabellenzweiten HSG Wesertal. „Die grüne Wand“ hat sich das Juniorteam wegen seiner Defensivstärke genannt.

„Es hat alles gepasst. Wir waren auf und neben dem Feld eine Einheit.“

Trainer Christian Denk

Neben dem starken Torhütergespann Karin Morf und Anezka Zuzankova war vor allem der Mittelblock um Kirsten Bänfer und Laura Sauerwald das Herzstück des SG-Abwehrbollwerks, das in 22 Partien im Schnitt gerade einmal 23 Gegentore kassierte. „Kirsten und Laura haben in der Abwehr nicht nur ihre Gegenspieler im Griff, sondern helfen auch den anderen Spielerinnen“, lobt Sandra Kühlborn das Duo.

Die Torjägerin selbst übernahm in entscheidenden Situationen die Verantwortung und führte die Mannschaft. Neben ihr überzeugte auch Rechtsaußen Charline Vaupel. Nach ihrer Schulterverletzung zeigte Annika Konklowsky auf der Mitte eine starke Leistung. Neben Morf und Zuzankova spielten Kim Mai und Gegenstoßspezialistin Laura Nolte eine Doppelrolle und kamen sowohl im Juniorteam als auch in der Drittliga-Mannschaft der SG zum Einsatz.

„Es hat alles gepasst“, sagte Coach Denk, dessen Team auch von der Erfahrung von Rückraumspielerin Katharina Hintze profitierte und von Verletzungssorgen verschont blieb. Ein weiterer großer Trumpf der jungen Mannschaft war ihr Zusammenhalt. „Wir waren auf und neben dem Feld eine Einheit“, erklärte Kühlborn.

Dass der Denk-Sieben der Aufstieg gelang, war vor der Saison nicht zu erwarten gewesen. Ein Schlüsselerlebnis stellte das 24:24-Remis zum Auftakt gegen die hochgehandelte Drittliga-Reserve des SV Germania Fritzlar dar, den die SG-Handballerinnen wie einen Sieg bejubelten. „Da haben wir gemerkt, was für eine gute Mannschaft wir sind“, sagt Bänfer.

Es folgte eine beeindruckende Serie von acht Siegen und der Sprung an die Tabellenspitze. Dabei ließ sich das Team auch von Rückschlagen wie der 24:25-Heimpleite gegen Wesertal nicht stoppen. Einen Höhepunkt der Saison stellte der 32:25-Auswärtserfolg im Derby bei Germania Fritzlar dar.

„Alle sind diese Saison gewachsen“, sagt Trainer Christian Denk über die Entwicklung seiner Mannschaft. Die ist keineswegs abgeschlossen, sondern soll nun in der Oberliga weiter erfolgreich fortgesetzt werden.

Von Marcel Glaser

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