Benjamin Trümner überragt

1. FC Schwalmstadt spielt TSV Wabern beim 5:0 schwindelig

+
Alles im Griff: Schwalmstadts David Stang (r.) lässt hier Waberns Kapitän Andreas Schluckebier stehen.

Das war eindrucksvoll: Der 1. FC Schwalmstadt hat das Topspiel der Fußball-Gruppenliga vor 400 Zuschauern mit 5:0 (2:0) beim TSV Wabern gewonnen. Dadurch haben die Reiherwalder nun vier Punkte Rückstand auf den FCS.

"Jeglicher Respekt, den wir uns in den letzten Wochen bei der Konkurrenz aufgebaut haben, ist somit verloren. Das war ein toter Auftritt von uns“, ging TSV-Coach Kim Sippel mit seinem Team hart ins Gericht und hielt noch auf dem Platz eine schallende Standpauke im Mannschaftskreis.

Auf der Gegenseite feierten sich die Schwälmer nach ihren achten Saisonsieg lautstark. Denn die taktische Marschroute des FCS ging auf. Das Team von Trainer Atilla Güven agierte defensiv mit Fabian Seck versetzt im Zentrum hinter Vedran Jerkovic stabil. TSV-Sturmtank Emin Dag stand gegen dieses Bollwerk auf verlorenem Posten. Und davor im Zentrum machten Kapitän Peter Liebermann und seine Kollegen die Wege für Wabern dicht.

Erste Nadelstiche setzte der FCS über die starke linke Seite über den überragenden Benjamin Trümner und den agilen David Stang. Das 1:0 brachte Trümner auf dem Weg. Der Ex-Hoffenheimer zog geschickt einen Freistoß gegen Witali Merker. Diesen setzte Jerkovic an den Pfosten. Und da Waberns Abwehr nicht aufmerksam war, staubte Trümner ab (23.). Pech hatte der TSV beim 2:0. Denn so sehenswert der Treffer von Ricardo Seck nach Vorlage seine Schwagers Trümner auch war: Er stand vor seinem ersten Saisontor einen Meter in des Gegners Hälfte und somit klar im Abseits (45.+2).

Tor des Tages durch Kuzari

Nur drei Minuten nach der Pause waren alle Muskelspiele erledigt. Einen Steckpass von Marcel Reitz nahm Wirbelwind Trümner souverän auf und schloss den Angriff zum dritten Treffer ab (48.). Wabern ergab sich anschließend wehrlos seinem Schicksal. Somit konnte ein 28-Jähriger auf den Plan treten, der bis zum Sommer noch in der A-Liga für die SG WeWaLeCa-Hülsa kickte: Ronald Kuzari.

Dem Albaner gelang per Hacke nach einer Flanke von Alexander Fey das 4:0 (61.). Damit ist Kuzari bereits der 18. FCS-Torschütze in dieser Runde. Und er setzte einen drauf. Die Nummer 17 vollendete einen Sahne-Angriff über Alexander Fey auf Rechtsaußen, geschickter Verlagerung von Reitz und kluger Ablage des ebenfalls eingewechselten Janne Paul Suchomel (69.). Den möglichen Ehrentreffer Waberns verhinderte Torwart Joel Ritter mit einem starken Reflex gegen Patrick Herpe (86.)

„Wenn wir unsere Konter besser ausspielen, kann es sogar noch klarer werden. Jetzt wollen wir nachlegen, damit es ein Goldener Oktober wird“, sagte FCS-Coach Güven, dessen Team nun gegen den Tabellendritten FSG Gudensberg (Sa. 15.30 Uhr, Ziegenhain) und beim neuen Tabellenzweiten SC Edermünde (20. Oktober) gefordert wird.

TSV: Sippel - Kördel, Merker (60. Brandt), Amert, Splietorp - Mühlenberger, Schluckebier, Neumann (46. Klinge/66. Löcke) - Herpe, Korell, Dag.

FCS: Ritter - R. Seck, F. Seck, Jerkovic, J. Trümner - L. Schwalm, Liebermann, B. Trümner (56. Kuzari) - Fey, Reitz (77. Knoch), Stang (66. Suchomel).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.