Gruppenliga:

Derby, Hit, Bruderduell zwischen SC Edermünde und FSG Gudensberg

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Ob er auch gegen Gudensberg jubelt? Edermündes Leistungsträger Max Germeroth, der mit dem SCE ein herausragendes Fußball-Jahr 2019 spielt. 

Es ist ein Derby, das diesen Namen verdient, denn der Sportplatz in Haldorf ist nur sieben Kilometer von dem Gudensberger Weinbergstadion entfernt. Es ist ein Spitzenspiel, denn der Tabellenzweite gastiert beim Vierten der Gruppenliga.

Und es ist irgendwie auch ein Bruderduell, denn im Jugendbereich machen sie gemeinsame Sache. Die Fußballfans im Norden des Schwalm-Eder-Kreises freuen sich auf das Topspiel am Sonntag (14.30 Uhr) in Haldorf, wenn der SC Edermünde auf die FSG Gudensberg trifft.

Weil der Aufsteiger bisher nur zwei Punkte weniger sammelte als die FSG, und weil die Tabelle vor dem ersten Rückrundenspieltag nicht mehr lügt, werden sich die beiden Mannschaften auf Augenhöhe gegenüberstehen. „Diese Ausgangsposition übertrifft unsere schönsten Träume“, sagt Trainer Christoph Grunewald. Mit viel Disziplin und taktischem Verständnis brachten es die Kicker aus Grifte, Haldorf und Holzhausen schon auf 28 Punkte. Auch deshalb sagt der SC-Coach: „Wir haben nichts mehr zu verlieren. Jetzt können wir befreit aufspielen.“

Edermünde fehlen vier Mann

Das heißt natürlich nicht, dass die taktische Disziplin ab sofort über Bord geworfen wird, denn den Raum, den die schnellen Gudensberger Stürmer Tom Siebert und Nico Döring gern hätten, will ihnen das Grunewald-Team nicht gewähren. Was die Vorfreude ein wenig trübt: Edermünde muss auf vier Stammspieler verzichten, denn Tim Riede, Heiko Krug, Dominik Heldmann und Jannik Brinkmann fehlen aus unterschiedlichen Gründen. Aber der Kader ist breit genug, um so ein Handicap auffangen zu können, zumal mit Nico Langhans und Max Germeroth zwei Asse zur Verfügung stehen, die schon höherklassig aktiv waren.

Unterdessen erwähnt Andre Fröhlich, dass er prophetische Gaben hat. Der FSG-Trainer hatte vor der Saison – wie viele andere – den 1. FC Schwalmstadt und den TSV Wabern genannt, wenn nach den potenziellen Spitzenteams gefragt wurde. Aber Fröhlich vergaß nie den SC Edermünde, wenn er die vermeintlich besten Teams aufzählte. Er hat sich nicht geirrt und schätzt besonders die Arbeit seines Kollegen Christoph Grunewald.

Fröhlichs Mannschaft geht mit einem Bonus ins Spiel, denn personell sieht es bei der FSG, die das Hinspiel mit 2:1 gewann, besser aus. Fröhlich beklagt nur den Ausfall des langzeitverletzten Jannik Turtl. Trotz Grunewalds anderslautender Ankündigung erwartet der FSG-Trainer einen tief stehenden Gegner. Die Gudensberger kontern zwar gern, aber Andre Fröhlich sagt auch: „Im Ballbesitzspiel haben wir uns enorm verbessert.“ So gern Fußballspieler gewinnen, so sehr drängt sich vor diesem Derby die Vermutung auf, dass beide Seiten mit einem Unentschieden gut leben könnten.

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