Verbandsliga

Gudensberg freut sich über späten Ausgleich von Tom Siebert

Tolle Reaktion: FSG-Torwart Tom Stieghorst verhindert gegen Jan-Philip Schmidt (r.) den Führungstreffer der Gäste.
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Tolle Reaktion: FSG-Torwart Tom Stieghorst verhindert gegen Jan-Philip Schmidt (r.) den Führungstreffer der Gäste.

Einer ging dann doch noch durch. Irgendwie und ziemlich unerwartet. Der eingewechselte Jannik Turtl hatte einen Ball fast von der Mittellinie diagonal in den Strafraum des SSV Sand geschlagen. Zweimal hatte der Gast, wie SSV-Trainer Deppe später ziemlich angefressen bestätigte, die Chance zu klären. Doch er nutzte sie nicht. Und der lauernde Tom Siebert, Gudensbergs Torjäger, ließ sich nicht lange bitten, glich zum 1:1 (0:0) aus (83.) und sicherte damit dem Verbandsliga-Aufsteiger noch einen Punkt.

Gudensberg - „Unglaublich, dass der Ball so durchgerutscht ist“, bekannte sogar der Torschütze. Dass der FSG-Stürmer trotzdem zur Stelle war, zeichnet den 22-Jährigen, der seinen Torriecher wieder entdeckt hat, aus. Es war die einzige Chance der Gastgeber in Überzahl, „die uns eher geschadet hat“. Warum? „Kopfsache“, klärte FSG-Trainer Andre Fröhlich auf, „denn danach war jeder erst mal einen Tick sorgloser.“

Derlei Sorglosigkeit führte nach 56 Minuten zum 0:1 durch Artur Radig nach schöner Vorarbeit von A. Bravo-Sanchez - nur 120 Sekunden, nachdem Leon Winkelheide wegen einer Notbremse gegen Siebert die Rote Karte gesehen hatte. Auch danach dominierte der SSV, hatte trotz einen Mann weniger ein klares spielerisches Übergewicht im Mittelfeld - und scheiterte an Tom Stieghorst, der gegen Leon Koch reaktionsschnell zur Stelle war (77.).

FSG-Probleme in Überzahl

Eine endgültige Bestätigung, was die Spezialiät des Gudensberger Schlussmannes ausmacht: 1:1-Situation, die der 21-Jährige in Neuerscher Manier löste. Zuvor bereits gegen Jan-Philip Schmidt (19.) und, zum ersten Mal, gegen den Ex-Melsunger Koch (31.), die beide völlig freistehend vor ihm auftauchten und den Kürzeren zogen. „Diese Saison läuft‘s ganz gut“, kommentierte er höchst zurückhaltend seine eindrucksvollen Rettungstaten. Stieghorst war Teil einer FSG-Defensive, die - taktisch hervorragend eingestellt - bis zum Gegentor sehr gut funktionierte.

Zwar hatten die Bad Emstaler, wie erwartet, mehr Ballbesitz, doch der entpuppte sich als fruchtlos, weil ihre sonstigen Stärken gegen die gegnerische Fünferkette nicht zum Tragen kam. Die flinken Außen Koch und Schmidt wurden stets gedoppelt und im Zentrum räumte Julian Lauterbach auch ohne den kurzfristig verletzt ausgefallenen Christian Dobler-Eggers an seiner Seite verlässlich auf. Für die langen Bälle auf seine eigenen Spitzen war der Kapitän ebenfalls zuständig, die sich allerdings als (fast einziges) spielerisches Mittel ziemlich schnell abnutzten.

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