Verbandsliga

Gudensberg geht nach Sieberts Führung in Sandershausen unter

Aktivposten: Gudensbergs Tom Siebert, der zwar in Sandershausen sein elftes Saisontor erzielte, die 1:3-Niederlage der FSG aber nicht verhindern konnte.
+
Aktivposten: Gudensbergs Tom Siebert, der zwar in Sandershausen sein elftes Saisontor erzielte, die 1:3-Niederlage der FSG aber nicht verhindern konnte.

André Fröhlich war bedient. Verständlicherweise. „Wir haben am Sieg gekratzt und am Ende gar nichts mitgenommen“, klagte der Trainer der FSG Gudensberg nach der in der Tat frustrierenden 1:3 (0:0)-Niederlage des heimischen Fußball-Verbandsligisten bei der TSG Sandershausen.

Sandershausen - Zwischen Hoffen und Hadern lagen 13 Minuten. In denen der Gast durch Tom Siebert nach schöner Vorarbeit von Nico Döring die FSG-Führung erzielte (66.). In denen der Torschütze freistehend kurz darauf die mögliche Vorentscheidung verpasste (71.). Und in denen die Gudensberger durch Emre Bicer, der eine Kunz-Flanke verwertete, den Ausgleich kassierten (79.).

Der Anfang vom Ende der Hoffnungen auf den zweiten Saisonsieg, weil die Fröhlich-Elf schon vorher den Zugriff im Mittelfeld verloren hatte. Fast ständig den Gegenspielern hinterherlief, so dass der TSG-Druck immer mehr zunahm. Dazu gesellte sich Dörings Geld-Rote Karte neun Minuten vor Schluss, als der Schiedsrichter das nötige Fingerspitzengefühl vermissen ließ. Bei „Gelb“ ahndete er ein vermeintliches Foul in der ersten Hälfte, bei „Rot“ ein zaghaftes Meckern des 20-jährigen Stürmers.

So war das 2:1 durch Tobias Rühlmann zwar nach Fröhlichs Auffassung „zu verteidigen“, aber keine Überraschung mehr (84.). Das 3:1 hatte zwar nur noch statistischen Wert, war indes ein Fingerzeig für die wahre Gudensberger Misere.

Siebert trifft und vergibt Vorentscheidung

Schon nach 28 Minuten musste der FSG-Coach die angeschlagenen Till Dünzebach und Lukas Ilian ersetzen. Auch Carlos Rohmann hielt die 90 Minuten nicht durch. So war das Auswechselkontingent erschöpft, als der zuverlässige Maurice Sauer nach einem Rettungsversuch gegen den durchgebrochenen Bicer „Rot“ sah. Und Feldspieler Taher Narimani Kahlan beim fälligen Foulelfmeter ins Tor musste.

Für den starken Sascha Hebold ein leichte Aufgabe - 3:1 (89.). Aber auch ein Indiz dafür, dass die Fröhlich-Elf aufgrund eines schmalen Kaders und diverser Verletzungen bereits nach einem Drittel der Saison auf dem Zahnfleisch geht. Und der Sandershäuser Aufholjagd inklusive Wende konditionell wenig entgegenzusetzen hatte.

Das Kontrastprogramm zum traurigen Fröhlich lieferte der fröhliche Daniel Christl. „Das war ein geiles Spiel, in dem meine Mannschaft Charakter gezeigt hat“, befand der TSG-Trainer. Wusste aber bei aller Euphorie, „dass dieses Spiel auch anders hätte ausgehen können.“ Für seinen Kollegen nicht einmal ein schwacher Trost. Zumal sein Team als Tabellenvorletzter den Kontakt zum rettenden Ufer erst mal verloren hat.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.