Verbandsliga

Gudensberg gelingt mit Kantersieg der Befreiungsschlag

Der Bann war gebrochen: die Gudensberger (v.l.) Can Rommel, Carlos Rohmann und Torschütze Julian Lauterbach bejubeln das 1:0 gegen Thalau.
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Der Bann war gebrochen: die Gudensberger (v.l.) Can Rommel, Carlos Rohmann und Torschütze Julian Lauterbach bejubeln das 1:0 gegen Thalau.

FSG-Trainer Fröhlich setzte alles auf eine Karte. Taktisch. Und seine Mannschaft, von frischem Sturmdrang beseelt, setzte es perfekt um. Spielerisch. Das Resultat: 6:1 (3:0) gegen den FSV Thalau - im sechsten Anlauf endlich der erste Saisonsieg des heimischen Verbandsligisten. Damit ist die Gudensberger Fußballwelt (vorerst) wieder in Ordnung.

Gudensberg - „Es hat alles gepasst“, schwärmte Lukas Illian, der sein erstes Spiel von Anfang an im FSG-Trikot machen durfte. So richtig passte auch sein „Pfund“ aus 25 Metern in der 72. Minute - ein Traumtor, das an diesem lauen Sommerabend symptomatisch war. Für einen Angriffswirbel des Aufsteigers, der förmlich explodierte und dafür auch hinreichend belohnt wurde.

Die Lunte gelegt hatte André Fröhlich mit seinen Änderungen. Statt auf die gewohnten zwei Spitzen setzte er auf drei, ließ den sonstigen Stoßstürmer Philipp Wissemann auch noch die linke Außenbahn beackern. Ein 3:4:3-System, mit dem Thalaus Abwehr von Beginn an überfordert war. Aber Glück hatte, dass der unermüdliche Can Rommel nur das Lattenkreuz traf (3.) und Tom Siebert (8.) sowie Noah Jäger (17.) ihre Chancen (noch) nicht nutzen konnte.

Als Türöffner fungierte das 1:0 durch Kapitän Lauterbach per Kopf nach einem Rommel-Freistoß (18.). „Das hat uns einen Schub gegeben“, bekannte der FSG-Coach, denn danach lief‘s bei seinem Team wie am Schnürchen. Torjäger Siebert erhöhte nach einem Herber-Fehler auf 2:0 (23.), war kurz darauf wieder frei, doch diesmal Thalaus Schlussmann auf der Hut. Die Traumkombination zum dritten Gudensberger Treffer über Torwart Stieghorst, Lukas Illian, Tom Prüfer und Vollstrecker Siebert (35.) enthielt alles, was der Gastgeber-Coach gefordert hatte: schnelles Umschalten, Seitenwechsel, Direktspiel und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.

Keine Frage, seine Schützlinge waren aufgeblüht, hatten alles unter Kontrolle, des Gegners Widerstand frühzeitig gebrochen und präsentierten sich auch nach dem Wechsel weiter torhungrig. Beim 4:0 (48.) war Noah Jäger nach einer Illian-Ecke zur Stelle, eh der Vorbereiter selbst traf.

Mittlerweile war dann doch die Phase des Vorsprung-Verwaltens angebrochen, was Tom Siebert aber nicht an seinem dritten Tor hinderte (74.). Dann durfte sich auch der bis dahin weitgehend beschäftigungslose Tom Stieghorst zweimal gegen Timo Müglich (76., 81.) auszeichnen. Bei Schenkels Ehrentreffer (84.) war der FSG-Schlussmann machtlos, ohne sich darüber zu grämen.

Zuversichtlich nach Eichenzell

Vielmehr ging das erste und höchst überzeugende Erfolgserlebnis als „Befreiungsschlag“ (Fröhlich) durch, der dem Neuling im kommenden Spiel beim FC Eichenzell (So. 15) Flügel verleihen soll. „Wir rechnen uns dort etwas aus“, bekräftigt Gudensbergs Übungsleiter.

In dem Wissen, dass beim Team um den Regionalliga erfahrenen Spielertrainer Sebastian Sonnenberger die Trauben wesentlich höher hängen. Denn das überraschte zuletzt mit einem 2:1-Erfolg bei der SG Johannesberg. Auch eine Art Befreiungsschlag, bei dem Torjäger Patrick Broschke seinen ersten Saisontreffer erzielte.

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