Verbandsliga

Gudensberg gleicht zweimal aus und verliert in Überzahl mit 2:3 gegen Lichtenau

Beinahe-Gegentor: FSG-Kapitän Julian Lauterbach (Mitte) rettet in letzter Sekunde vor Lichtenaus Sinan Üstün (r.). Torwart Julius Greiner muss nicht eingreifen.
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Beinahe-Gegentor: FSG-Kapitän Julian Lauterbach (Mitte) rettet in letzter Sekunde vor Lichtenaus Sinan Üstün (r.). Torwart Julius Greiner muss nicht eingreifen.

Die FSG Gudensberg konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen: Der heimische Fußball-Verbandsligist glich gegen Lichtenau zweimal aus und musste sich in Überzahl mit 2:3 geschlagen geben.

Gudensberg - Nicht wenige der 200 Zuschauer im Weinbergstadion hatten nach der ersten Halbzeit Mut geschöpft. Da machte die leise Hoffnung die Runde, dass für die heimische FSG Gudensberg gegen den klaren Favoriten vielleicht doch etwas drin war. Schließlich war der heimische Fußball-Verbandsligist zweimal zurückgekommen - und nicht nur mit einem 2:2, sondern nach Fondos‘ Platzverweis (44.) auch noch mit einem Mann mehr in die Pause gegangen.

Ein (zumindest) psychologisches Plus, was sich in der zweiten Halbzeit auf dem Platz aber nicht wieder spiegelte. Im Gegenteil, der Lichtenauer FV war mit zehn Mann noch dominanter. Bog nach dem 2:3 (56.) durch Dmitri Maneacov - mustergültig vorbereitet vom Ex-Schwalmstädter Alexander Dietz - auf die Siegerstraße ein, ohne dass ihr vierter Erfolg in Folge in der Schlussphase ein einziges Mal in Gefahr geriet.

Sieberts 12. Saisontor

Die Andeutung einer Torchance durch Carlos Rohmann (73.) war alles, was die FSG-Offensive kreierte, während die Gäste durchaus noch höher hätten gewinnen können, aber mit ihren weiteren Chanchen durch Sinan Üstün (66.) und John Schneider (84.) sehr fahrlässig umgingen. Auch weil FSG-Schlussmann Julius Greiner ein zufriedenstellendes Saisondebüt feierte. „Wir hätten die Überzahl viel besser ausspielen müssen“, ärgerte sich Kapitän Julian Lauterbach. Warum das nicht mal in Ansätzen gelungen war? „Weil wir im Spielaufbau zu ungeduldig waren und die Bälle leichtfertig abgegeben haben.“

Sein Trainer vermisste den „Mut und die spielerischen Mittel, um sichtbar zu machen, dass wir einen Mann mehr hatten.“ Trotzdem ging Andre Fröhlich mit seinen überforderten Schützlingen seiner ersatzgeschwächten Mannschaft nicht allzu hart ins Gericht, erkannte stattdessen die Klasse des Gegners an: „Lichtenau war uns mit zehn und mit elf Spielern überlegen.“

Immerhin, gegen elf hatten seine Schützlinge noch eine Antwort darauf gehabt. Zwar gerieten sie in der Anfangsphase angesichts des enormen Tempos des Tabellenfünften arg ins Schwimmen und verdientermaßen in Rückstand (durch enen Salioski-Kopfball in der 8. Minute), nutzten dann aber die erste Chance zum ersten Tor: Einen Traumpass von Fabian Otto veredelte Tom Siebert zu seinem 12. Saisontreffer (20.). Auch als Lichtenau d.h. Spielertrainer Cucu prompt mit dem 1:2 antwortete (22.), ließen Gudensbergs Nadelstiche nicht nach. Zu Fröhlichs Freude: „Da haben wir Mentalität gezeigt.“

Und Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. Auf Sieberts Vorlage traf der agile Can Rommel, der nach dem Wechsel angeschlagen ausgewechselt werden musste, mit einem trockenen Schuss ins lange Eck zum 2:2 (33.). Das zeigte Wirkung. Und ärgerte den LFV. Dergestalt, dass sich Sergiu Fondos zu einer Notbremse hinreißen ließ, als Torjäger Siebert mal wieder durchgebrochen war und nur noch Torwart Gheorgi vor sich gehabt hätte.

Eine Szene mit Signalwirkung - für den Gast. „Der Platzverweis hat uns motiviert, danach doppelt so viel zu laufen“, erklärte Mittelfeldstratege Eduard Grosu Lichtenaus Dominanz in der zweiten Hälfte. Die für die FSG-Fans umso ernüchternder war.

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